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10 Unfälle mit Verletzten, 7 mit Pedelecs – Massig Verstöße ohne Einsicht

10 Unfälle mit Verletzten, 7 mit Pedelecs – Massig Verstöße ohne Einsicht

Mit Fahrradstreifen möchte die Polizei den Radfahrern auf "Augenhöhe" begegnen. Foto Kreispolizei Soest

10 Unfälle mit Verletzten an einem Wochenende – an 7 waren Pedelecfahrer beteiligt. Dutzende Verkehrsverstöße bei Radlern – Einsicht größtenteils Fehlanzeige.

So fasst die Kreispolizei Soest das zurückliegende sommerliche vergangene Wochenende in puncto E-Bike- und Fahhradfahrern zusammen.

„Radfahrer haben keine Knautschzone und sind somit immer großen Gefahren ausgesetzt. Genau deshalb ist es zwingend erforderlich, dass sie ihr Gefährt beherrschen und sich an die Regeln halten“, mahnt Wolfgang Lückenkemper, Sprecher der Kreispolizei Soest.

Am Freitag waren Polizisten der Lippstädter Wache in einem Schwerpunkteinsatz gegen „Unfälle mit Radfahrern und Pedelecs“ unterwegs. Dabei wurden 30 Verstöße von Radfahrern registriert.

Einsicht? Größtenteils Fehlanzeige, kritisiert Lückenkemper.

Hier ein Auszug aus dem anschließenden Bericht einer Beamtin:

„Aufgrund des erheblichen Anstiegs der Verunglücktenzahlen bei Fahrradund Pedelecfahrern in diesem Jahr wurden Verstöße durch Radfahrer im Rahmen des Einsatzes konsequent geahndet.

Sehr viele Fahrradfahrer, die Verstöße begangen haben, waren uneinsichtig zu ihrem Fehlverhalten und mussten diskutieren.

„Augenscheinlich besteht kaum Akzeptanz bei Fahrradfahrern, dass Verstöße geahndet werden. Sie werden als Bagatellen angesehen.“

Die Betroffenen zeigen wenig Verständnis dafür, dass durch ihr Fehlverhalten Unfälle passieren.“

Die Polizei weist nochmals darauf hin, dass die Straßenverkehrsordnung auch für Radfahrer gilt.

Lückenkemper:

„Wir wollen mit solchen Kontrollaktionen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Dabei kommt es weniger auf die Verwarngelder, sondern eher auf die Einsicht der Radler an.

Wenn alle sich an den §1 der Straßenverkehrsordnung halten würden (gegenseitige Rücksichtnahme), dann wäre das Problem mit verunglückten Verkehrsteilnehmern wesentlich geringer.

Die Folgen solcher Unfälle können schrecklich sein. Es gibt keine schwerere Aufgabe für Polizisten, als Angehörigen mitzuteilen, dass ihr Verwandter nach einem tödlichen Unfall verstorben ist.

Helfen Sie mit, dass unsere Kolleginnen und Kollegen dieser Pflicht nicht so oft nachkommen müssen. Zeigen Sie Rücksicht im Straßenverkehr und helfen Sie mit Unfälle zu vermeiden. Das ist eine große Bitte ihrer Polizei.“

Quelle Kreispolizei Soest

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