Ein Großbrand im Waldgebiet am Möhnesee löste am Donnerstagnachmittag, 13. August, einen Großeinsatz der Feuerwehren im Kreis Soest aus.
In mehreren aufeinanderfolgenden Pressemitteilungen schilderte die Pressestelle der Feuerwehren das Ausmaß des Feuers.
13. August, 18.20 Uhr:
Seit 15:00 Uhr bekämpfen die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen und Polizei aus dem gesamten Kreisgebiet einen Waldbrand am Möhnesee im Bereich Grüne Hoffnung – Wilhelmsruh.
Aktuell sind rund 300 Einsatzkräfte im Einsatz. Das Feuer hat sich bereits auf eine Fläche von rund 44.000 m² ausgebreitet und ist weiterhin dynamisch.
Weitere Einsatzkräfte und Spezialgerät von Wald und Holz NRW waren am frühen Abend noch auf der Anfahrt.
„Bitte meiden Sie den Bereich des Möhnesees, insbesondere das Südufer und das Torhaus, weiträumig“, bat die Wehr.
- Neben Drohnen unterstützte auch ein Hubschrauber der Polizei bei der Aufklärung aus der Luft
- Waldbrand in Möhnesee
Am Mittwoch brannte es an der Sorpe, im Wald bei Sundern-Stemel. Auch hier war die Wehr mit Hunderten Einsatzkräften an der Arbeit. Auch mehrere Einheiten aus den umliegenden Kommunen wurden zur Einsatzstelle beordert, so aus Balve im Märkischen Kreis sowie aus dem Kreis Unna. Am Mittwochabend brannten mehr als 200.000 m² Waldfläche. Ein Polizeihubschrauber entnahm Wasser für die Löschmaßnahmen aus dem naheliegenden Sorpesee.
Update Donnerstagabend, 21.15 Uhr:
Das Feuer am Möhnesee ist aktuell unter Kontrolle. Dies kann sich aufgrund der drehenden Winde jedoch jederzeit wieder ändern. Aktuell ist eine Fläche von rund 58.000 m² betroffen. 480 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, den Hilfsorganisationen, dem THW und der Polizei sind noch immer im Einsatz.
Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte von Feuerwehren aus dem Kreis Paderborn. Diese legen aktuell mit einem HFS-System (Hytrans Fire System) eine Schlauchleitung vom Südufer des Möhnesees in den Wald, um für die Nacht eine sichere Wasserversorgung zu gewährleisten.
„Es ist herausragend, was die Einsatzkräfte bei der Hitze und der großen körperlichen Anstrengung bei diesem Waldbrand leisten“,
lobte Kreisbrandmeister Thomas Wienecke die Einsatzkräfte.
Diese führen weiterhin Lösch- und Nachlöscharbeiten durch und bauen Segmentregner auf, um die Fläche gezielt zu bewässern und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Auch der Firefighter (ein Harvester des Landesbetriebs Wald und Holz) ist vor Ort und unterstützt die Einsatzkräfte.
Die Einsatzkräfte, die bereits seit dem Nachmittag im Einsatz sind, werden sukzessive durch weitere Kräfte abgelöst. Dazu sind auch Kräfte aus den angrenzenden Kommunen Hamm und Unna auf dem Weg zum Möhnesee.
- Die Einsatzkräfte leisten herausragendes bei der Hitze und der körperlichen Anstrengung.
- Die Rauchentwicklung war weithin sichtbar
- Unimogs im Waldbrandeinsatz
- Einsatz von forstwirtschaftlichen Geräten
Update Freitag, 14. August:
Auch die ganze Nacht über waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, den Hilfsorganisationen, dem THW und der Polizei beim Waldbrand am Möhnesee im Einsatz. Aufgrund der schwierigen Bedingungen, insbesondere der Topografie und der teilweise massiv geschädigten Bäume war ein sicherer Einsatz der Einsatzkräfte im Brandgebiet nicht möglich.
Die Arbeiten der Einsatzkräfte aus Geseke sowie der beiden überörtlichen Löschzüge aus dem Kreis Unna (Kamen, Bergkamen, Schwerte und Unna) sowie aus der Stadt Hamm (Werries, Westünnen und Hövel) haben sich in der Nacht darauf beschränkt, die Flanken zu sichern und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Gegen 06:30 Uhr am Morgen wurden die Kräfte durch Einsatzkräfte aus Möhnesee und Soest abgelöst.
Aktuell läuft die Brandbekämpfung im Wald wieder. Mittels Handwerkzeugen und dem Einsatz von forstwirtschaftlichen Geräten wird der Waldboden teilweise umgegraben, um alle Glutnester ablöschen zu können. Diese Arbeiten sind aufgrund der Topografie und der vorhergesagten Temperaturen jenseits der 30 Grad sehr kräftezehrend.
Die Wasserversorgung wird weiterhin über das HFS-System (Hytrans Fire System) der Feuerwehr des Kreises Paderborn sichergestellt. Aus diesem Grund ist auch die B229 in diesem Bereich weiterhin voll gesperrt.
Die Hilfsorganisationen und das THW sind seit gestern Nachmittag in die Versorgung der Einsatzkräfte sowie in die Materiallogistik mit Kraft- und Betriebsstoffen eingebunden.
Das Ende des Einsatzes wird nicht vor Freitagmittag sein, kann sich aber auch noch darüber hinaus hinziehen.
- Einsatz von forstwirtschaftlichen Geräten
- rund 58.000qm Wald haben gebrannt
- Am Morgen wurden die Löscharbeiten fortgeführt
- Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen
Quelle: Blaulichtportal der Feuerwehren Kreis Soest










COMMENTS