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Weniger Bürgergeldempfänger 2025 im Kreis Soest: „Rückläufige Zuwanderung, bessere Integration in Arbeit“

Weniger Bürgergeldempfänger 2025 im Kreis Soest: „Rückläufige Zuwanderung, bessere Integration in Arbeit“

(Die Geschäftsführung des Jobcenters Jörn Peters und seine Stellvertreterin Katja Müller stellten den Geschäftsbericht des Jahres 2025 vor und berichteten von den aktuellen Herausforderungen des Jobcenters. Foto: Elisabeth Bormann/ Jobcenter)

Weniger Menschen als 2024 bezogen im vergangenen Jahr im Kreis Soest Bürgergeld – jetzt steigt ihre Zahl allerdings wieder.

„Wenn wir das vergangene Jahr mit diesem vergleichen, merken wir eine deutliche Veränderung am Arbeitsmarkt“, resümiert Jörn Peters, Geschäftsführer des Jobcenters AHA Kreis Soest. „Während wir im Jahr 2025 einen Rückgang der auf Bürgergeld angewiesenen Haushalte verzeichnen konnten, nimmt deren Zahl in diesem Jahr moderat zu.“

Im Rückblick betreute das Jobcenter im Jahr 2025 im Jahresdurchschnitt 9.301 Haushalte. In ihnen lebten im Dezember 17.184 Personen. Dies waren 1.037 Personen weniger als im Januar zu Beginn des Jahres.

Laut dem Jobcenter-Chef gibt es hierfür zwei Gründe:

„Zum einen konnten viele Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Zum anderen wirkte sich die insgesamt rückläufige Zuwanderung nach Deutschland auf die Zahl der Bedarfsgemeinschaften aus.“

Als eine Folge konnte das Jobcenter das angestrebte Ziel „Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit“ übertreffen. Die ursprünglich angestrebten 2.708 Integrationen wurden um 56 übertroffen.

Doch die Entwicklung hat sich gedreht.

In diesem Jahr zeige sich die wirtschaftlich angespannte Situation in den Unternehmen in einer zurückhaltenden Personalpolitik. „Dabei gibt es eine Wechselwirkung zwischen Fachkräftemangel und dem Abbau von Arbeitsplätzen“, so der Behördenchef. „Die Unternehmen agieren zurzeit sehr vorsichtig. Das macht es für uns schwieriger, Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“

Das Jobcenter geht auf die aktuelle Situation der Arbeitgeber ein und bietet gezielt nachgefragte Formate wie die Frauenmesse oder den Zukunftstag an. Zudem konzentriert sich das Jobcenter mit Aktionen auf Branchen, in denen gerade neue Mitarbeiter gesucht werden, wie im öffentlichen Nahverkehr oder im Pflegebereich.

„Mit unserer Arbeit stellen wir sicher, dass Menschen in schwierigen Lebenslagen geholfen wird, und wir möchten, dass sie langfristig auf eigenen Beinen stehen können. Daher ist eine nachhaltige und zukunftsorientierte Integration unser Ziel.“

Neben den Herausforderungen am Arbeitsmarkt befasst sich das Jobcenter mit den neuen Gesetzesänderungen. „In den vergangenen Jahren mussten wir uns immer wieder recht kurzfristig auf neue Vorgaben einlassen“, so der Geschäftsführer. „Dies ist nun ab Sommer erneut so. Unser Ziel ist es, uns resilient und nachhaltig aufzustellen, damit wir in der Lage sind, schnell zu handeln. Wir sind
eine flexible und agile Behörde und dennoch wünschen wir uns mehr Kontinuität für alle Beteiligten.“

Quelle PM Jobcenter Kreis Soest

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