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Trotz Listenplatz 2: Ministerin Scharrenbach (CDU) aus Kamen verpasst Einzug in Landtag

Trotz Listenplatz 2: Ministerin Scharrenbach (CDU) aus Kamen verpasst Einzug in Landtag

Ina Scharrenbach beim Wahlkampfauftakt im Förderturm Bönen am 12. März - Foto von Janine Grubert : v. li. Marcal Zilian, (Holzwickede), Ina Scharrenbach (Kamen) und Torsten Goetz (Bönen). (Quelle CDU Kreis Unna)

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) aus Kamen hat bei der Landtagswahl am Sonntag (15. 5.) den Einzug in den Landtag verpasst – sowohl direkt als auch √ľber die Liste, obwohl sie direkt hinter Ministerpr√§sident Hendrik W√ľst platziert war.

Das Direktmandat im Wahlkreis Unna II, in dem die Kamenerin erstmals antrat (sie hatte den Wahlkreis gewechselt), holte erneut der langj√§hrige SPD-Abgeordnete Rainer Schmeltzer. Der Sozialdemokrat musste mit 37,3 Prozent der Erststimmen gegen√ľber noch 41,8 Prozent bei der Wahl vor 5 Jahren zwar Federn lassen, landete jedoch noch um rund 5 Prozentpunkte vor Ina Scharrenbach.

„Trotzdem hat sie ihren Platz im Landtag sicher: Sie steht bei der CDU auf Listenplatz 2“, berichtete noch am Sonntag die ZEIT.online.

Doch dem ist nicht so: Denn die 76 Mandate, die die CDU nach dem vorl√§ufigen Endergebnis bei der NRW-Wahl am Sonntag geholt hat, sind ausschlie√ülich Direktmandate, so dass die Liste nicht mehr „zieht“.¬†

Ministerpr√§sident Hendrik W√ľst hat zum Wochenbeginn Gespr√§che f√ľr eine m√∂gliche Regierungskoalition aufgenommen.

  • Als wahrscheinlich gilt derzeit eine Koalition zwischen CDU und Gr√ľnen, den beiden Siegern der Wahl, wobei beide Partner mit Blick auf ihre unterschiedlichen Wahlprogramme viele Kr√∂ten schlucken m√ľssten.
  • Rechnerisch m√∂glich sind gleichwohl auch eine Ampel unter Wahlverlierer Thomas Kutschaty (SPD), der f√ľr die NRW-Genossen das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte holte, unter Regierungsbeteiligung der historisch siegreichen Gr√ľnen (18,2 Prozent) und der drastisch abgeschlagenen FDP (5,9 Prozent).
  • Die dritte Alternative w√§re – ebenfalls rechnerisch – eine GroKo zwischen CDU und SPD unter Ministerpr√§sident Hendrik W√ľst.

Von der Art der Regierungskoalition h√§ngt logischerweise dann auch ab, ob die Kamener Ministern Ina Scharrenbach auch in der n√§chsten Legislatur einen Ministerposten bekommt. Ein Landtagsmandat ist daf√ľr nicht n√∂tig.

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