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SOKO Tierschutz: Anklage im Fall des Selmer Schlachthofs – 188 Fälle von Tierquälerei

SOKO Tierschutz: Anklage im Fall des Selmer Schlachthofs – 188 Fälle von Tierquälerei

Rind auf der Weide - Symbolbild / Rinke

„Staatsanwaltschaft Dortmund erhebt Anklage – Schächt-Hölle kommt vor Gericht“

Das vermeldete am Donnerstag,  7. April,  die SOKO Tierschutz.

Sie hatte im Sommer vorigen Jahres fortgesetzte grausamste Tierquälereien in zwei Schlachthöfen im Nordkreis Unna aufgedeckt: bei Mecke in Werne und im Schlachthof Prott in Selm.

Bei Prott sei fortgesetzt illegal geschächtet worden, warf die SOKO seinerzeit dem Kreisveterinäramt vor und belegte ihre schweren Vorwürfe mit schrecklichen Videoaufzeichnungen, die heimlich über Wochen im Schlachthof aufgenommen worden waren.

Wir berichteten damals über die Grausamkeiten.

Videoaufzeichnungen aus dem Schlachthof belegen extremes Tierleid. (Fotorechte SOKO Tierschutz)

Während Landrat Mario Löhr und sein zuständiger Dezernent Uwe Hasche beteuerten, bei den Kontrollen durch das Veterinäramt sei alles korrekt zugegangen  und die Behörde habe sich nichts zu Schulden kommen lassen, wurde auf Betreiben der SOKO die Staatsanwaltschaft aktiv.

Jetzt habe sie ihre Ermittlungen in ein Ergebnis münden lassen, verkündete heute die SOKO.

Demnach wird in bis zu 188 Fällen von Tierquälerei gegen 4 Verantwortliche aus dem Schlachtbetrieb Prott Anklage erhoben.

„Das ging erstaunlich schnell, gut so“, kommentieren die Tierschützer auf der Facebookseite der SOKO. Sie fügen hinzu:

Wir hoffen, dass dieser Fall jetzt auch wirklich öffentlich verhandelt wird. Oder hat man vielleicht Angst, dass die Leute unschöne Wahrheiten über den Umgang des verrotteten Veterinäramts Unna in diesem Fall berichten könnten?“

Die Staatsanwaltschaft Dortmund konnten wir heute noch nicht zum Thema befragen. Wir berichten nach.

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