Trotz voller Züge und eines erhöhten Besucheraufkommens am Kirmesdonnerstag ziehen Bundes- und Landespolizei für die ersten Tage der Allerheiligenkirmes in Soest eine weitgehend positive Bilanz. Dennoch hielten Körperverletzungen, Diebstähle und Verstöße gegen das Waffenverbot die Einsatzkräfte auf Trab.
Bundespolizei am Bahnhof: Messersicherstellungen und Widerstand
Am Bahnhof Soest kontrollierten Bundespolizisten konsequent das temporäre Mitführverbot für gefährliche Gegenstände. Bereits am Eröffnungstag (4. November 2026) stellten die Beamten bei zwei Jugendlichen im Alter von 16 und 19 Jahren jeweils ein Messer sicher. Ein 18-Jähriger trug ein Tierabwehrspray bei sich.
Ein 30-jähriger algerischer Staatsangehöriger fiel zudem mit einer mutmaßlich gestohlenen Jacke samt Diebstahlsicherung auf.Am zweiten Kirmestag (5. November 2026) beschlagnahmten Einsatzkräfte bei zwei weiteren jungen Männern ein Taschenmesser sowie Tierabwehrspray.
Zudem kam es am Donnerstagnachmittag zu zwei Widerstandshandlungen: Ein 37-jähriger Afghane und ein 24-jähriger Deutscher leisteten bei Maßnahmen Widerstand, wobei drei Polizeibeamte leicht verletzt wurden. Die Männer erhielten Platzverweise für den Bahnhof und das Kirmesgelände, entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.
Polizei Soest: Kirmesdonnerstag bringt mehr Einsätze
Nach einem ruhigen Auftakt verzeichnete die Kreispolizeibehörde Soest am Donnerstag mit dem traditionellen Pferdemarkt deutlich mehr Publikumsverkehr und Folgeeinsätze. Insgesamt wurden der Polizei am zweiten Kirmestag zehn Körperverletzungen und vier Diebstähle angezeigt. Die Beamten sprachen 14 Platzverweise aus und nahmen acht Personen in Gewahrsam, wobei drei Widerstand leisteten.
Zu den markantesten Vorfällen gehörten:
- Schlägerei am Brüdertor: Gegen 20:00 Uhr gerieten zwei Kirmesbesucher (22 und 23 Jahre alt) mit zwei Sicherheitsdienst-Mitarbeitern (25 und 36 Jahre alt) aneinander. Da die Aussagen zum Tathergang stark abweichen, laufen die Ermittlungen.
- Urinieren gegen Streifenwagen: Gegen 22:40 Uhr urinierte ein 37-jähriger Mann aus Welver in der Jakobistraße an ein Einsatzfahrzeug der Polizei. Bei der anschließenden Flucht, Beleidigung der Beamten und der späteren Fesselung zur Durchsetzung eines Platzverweises leistete der Mann heftigen Widerstand.
- Graffiti und Drogen: Ein 29-jähriger Soester beschmierte gegen 23:40 Uhr einen Schausteller-Anhänger mit einem Edding. Bei der Durchsuchung entdeckte die Polizei neben dem Stift auch eine Plastikkanüle mit mutmaßlichen Betäubungsmitteln.
Trotz der gestiegenen Zahlen werten beide Behörden den bisherigen Verlauf der Großveranstaltung als insgesamt geordnet und werden die Kontrollen an den Folgetagen fortsetzen.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin / Kreispolizeibehörde Soest (Pressemitteilungen vom 5. und 6. November 2026)

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