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Schwarz-Rot-Gold statt Regenbogen – für Grüne Schulleiterin aus Fröndenberg „rechtsextremistisch“

Schwarz-Rot-Gold statt Regenbogen – für Grüne Schulleiterin aus Fröndenberg „rechtsextremistisch“

Nationalfarben gegen die Farben der Vielfalt. Eine Regenbogentreppe an einem Busbahnhof im sauerländischen Neheim wurde am vergangenen Wochenende von Unbekannten mit den Farben Schwarz-Rot-Gold übermalt. Die Fraktionssprecherin der Grünen im Rat Arnsberg, Verena Verspohl, Schulleiterin in Fröndenberg/Ruhr, sieht darin eine rechtsextremistische Attacke.

Ursprünglich hatten Schüler des Arnsberger Gymnasiums Laurentianum die Treppe in den Regenbogenfarben gestaltet, um damit laut Schule „ein Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Toleranz“ zu setzen. Über Nacht übermalten Unbekannte sie mit den deutschen Nationalfarben.

Die Treppenstufen wurden inzwischen von der Stadt von jedweder Farbe befreit. Die Stadtverwaltung will Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten. Dabei spiele die Farbsymbolik keine Rolle.

Bürgermeister Ralf-Paul Bittner betonte, dass die deutsche Flagge zwar für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Würde des Menschen stehe. Sie dürfe jedoch nicht gegen andere gesellschaftliche Werte ausgespielt werden.

Hingegen reagieren die örtlichen Grünen vollkommen entsetzt und empört. Ihre Vorsitzende Verena Verspohl, die in Fröndenberg die Gesamtschule leitet,  verkündet auf einem Instagram-Beitrag vor der schwarz-rot-goldenen Treppe:

Eine Regenbogentreppe über Nacht in Schwarz-Rot-Gold zu übersprühen sei

„… eine klare rechtsextreme Aussage gegen Vielfalt, Queers und eine bunte Gesellschaft, pro Nationalismus“.

 

Die Regenbogentreppe war in der Vergangenheit bereits mehrfach übermalt und anschließend wiederhergestellt worden.

Quellen: Instagram, Stadt Arnsberg, WELT.online

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