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Wohncontainer für Flüchtlinge in Fröndenberg: Bewohner wurden offenbar gar nicht informiert

Wohncontainer für Flüchtlinge in Fröndenberg: Bewohner wurden offenbar gar nicht informiert

Die Verwirrung und der Ärger über die Informationspolitik der Stadt Fröndenberg zu geplanten Flüchtlingscontainern im Ortsteil Strickherdicke (wir berichteten gestern) steigert sich noch. Offenbar wurden die Dorfbewohner nicht nur kurzfristig, sondern auf direktem Wege gar nicht informiert.

Diesen Sachstand teilte unserer Redaktion Kai Schiereck mit, Vorsitzender des Vereins „Wir-in-Strickherdicke e.V.“.

Lediglich er selbst sei offenbar  per Brief informiert worden – „und ein weiteres Mitglied des Vereins, der aber in der SPD tätig ist. Ob unser CDU-Mann ein Schreiben erhalten hat,  weiß ich nicht einmal.“

Man habe sich dann in einer Interessengruppe zusammen gefunden, um das Dorf mit Hilfe dieses Flugblattes zu informieren.

Er selbst habe der Bürgermeisterin abgesagt, da er auf Geschäftsreise weilt.

„Der Termin konnte aber nicht mehr verschoben werden. Wenn von den zwei eingeladenen nur einer gekommen wäre und der noch als SPD Mitglied, wie auch die Bürgermeisterin, dann ist das ein sehr einseitiger Termin.“

Unserer Redaktion teilte das Bürgermeisterbüro auf Nachfrage mit, dass weitere Informationen – sei es an die Presse oder auf der städtischen Website – nicht vorgesehen waren und sind. Die relevanten Informationen werde Bürgermeisterin Sabina Müller am Dienstagabend bei der Versammlung geben.

„Die Akzeptanz der Bürger für eine Unterstützung liegt nicht mehr vor“

Mehrere Anwohner, darunter dieser, wandten sich gestern zu diesem Thema an unsere Redaktion:

„Die bisherige Unterkunft in der alten Schule/Gemeindehaus ist aktuell für Familien eingeplant und genutzt. Die Anwohner konnten sich im Laufe der Zeit gut mit der Situation abfinden und sogar schon aktive Unterstützung zur Integration leisten.

Besonders der Verein „Wir-in-Strickherdicke e.V.“ hat diesbezüglich einen wesentlichen Anteil geleistet. Sommerfeste und Wintergrillen fand immer mit den Flüchtlingsfamilien statt, die sich bei der Vorbereitung und Nachbereitung (Aufräumen) eingebunden haben, obwohl die Sprachbarriere sehr groß ist.

Jetzt sollen im Dorf Container für die Erhöhung der Kapazität aufgestellt werden; dieses hat dann nichts mehr damit zu tun „Unser Dorf soll schöner werden“. Des Weiteren wird damit viel mehr Unsicherheit in der Bevölkerung entstehen bezüglich Übergriffen, Gewalt und Ruhestörung. Diese Vorkommnisse waren in der Vergangenheit bei einer Überbelegung im Gemeindehaus gang und gäbe. Die Akzeptanz der Bürger für eine Unterstützung liegt nicht mehr vor.

Wenn wir heute in einer Lokalzeitung lesen, dass der Finanzausschuss die Gelder für die Aufstellung freigeben muss, aber noch keinen Standort kennt, dann fühlen wir uns doch sehr von der Bürgermeisterin hinters Licht geführt. Die Vermessungsarbeiten sind in der letzten Woche bereits abgeschlossen worden (ohne Freigabe?).

Solch hohe Ausgaben der Steuergelder ohne wirkliche Notwendigkeit, sondern für Eventualitäten und ohne Einbringung der Bürger vor Ort, sollte strafbar sein.

Die Bürgermeisterin wird am Dienstag den 21.05.2024, um 18:00 Uhr im Gemeindehaus/alte Schule in Strickherdicke (Alte Kreisstraße 14) eine Information zu der Erweiterung geben. Aus meiner Sicht geht es hier nur darum, ihre Entscheidung darzustellen und nicht mehr um eine Einbindung der Anwohner und Bürger.“

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