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Essener Lieferdienst gerät mit „Geheimplan“ in Verbindung, startet „Bunt ist besser-Bowl“ und spendet Erlös an Correctiv

Essener Lieferdienst gerät mit „Geheimplan“ in Verbindung, startet „Bunt ist besser-Bowl“ und spendet Erlös an Correctiv

Der sogenannte „Geheimplan gegen Deutschland“, den Politiker von AfD und CDU zusammen mit Rechtsextremen Ende November in einer Villa in Potsdam geschmiedet haben sollen (es erwuchsen daraus zahlreiche Protestmärsche gegen die AfD), hat Kreise zu einem Essenslieferdienst im Ruhrgebiet gezogen.

Dieser spendet jetzt 5000 Euro an das Recherchenetzwerk „Correctiv“, das diesen angeblichen Massenausweisungsplan am 10. Januar veröffentlicht hatte. Bunt sei besser, unterstreicht das Start-Up „Pottsalat“ aus Essen.

Wie die WAZ berichtet, war an jenem angeblichen „Geheimtreffen“ in Potsdam auch der damalige Pottsalat-Investor Hans-Christian Limmer beteiligt. Limmer gründete vor zwei Jahrzehnten auch die Backkette Backwerk. Das Treffen in Potsdam Ende November vorigen Jahres habe er mitorganisiert.

Direkt nachdem dies bekannt geworden war, hatte Limmer angekündigt, sich als Investor aus Pottsalat zurückzuziehen. Auch das Unternehmen positionierte sich umgehend gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und startete eine Spendenaktion mit einer „Bunt ist besser-Bowl“.

Der Verkaufserlös von rund 5000 Euro sollte, so kündigte Pottsalat an, einer Einrichtung zugute kommen, die sich für „Demokratie, Menschenrechte und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzt“.

Welche Organisation das sein sollte, ließ Pottsalat seine Kunden bestimmen. Und diese haben nun gewählt: Die Einnahmen soll „Correctiv“ bekommen.

Pottsalat-Geschäftsführer Ben Küstner erklärte dazu in der WAZ:

„Vielfalt ist ein essenzieller Teil unserer Unternehmens-DNA. Deswegen freuen wir uns sehr, dass unsere Kundinnen und Kunden Correctiv vorgeschlagen und zum Spendenempfänger gewählt haben. Denn unabhängiger Journalismus ist die vierte Gewalt im Staat und existenziell in jeder gesunden Demokratie.“

Bereits in einem früheren Interview hatte Küstner betont: „Auch wenn es uns getroffen hat – ich bin total dankbar für solche Recherchen, es war wichtig, das aufzudecken.“

„Transparenz über Finanzen und Förderer“

Auf seiner Website stellt Correctiv zu seinen Finanzen fest:

„CORRECTIV arbeitet nicht gewinnorientiert, sondern ist auf das Gemeinwohl ausgerichtet. Unsere journalistische Arbeit ist für jede und jeden frei verfügbar, ebenso wie eine Vielzahl unserer Bildungsangebote. Wir kommen ohne Werbeeinnahmen und beschränkende Paywalls oder Abo-Modelle aus, sondern werden durch ein Drei-Säulen-Modell finanziert. Ein ausgewogener Mix dieser Säulen vermeidet Abhängigkeiten. In Verbindung mit einer umfassenden Transparenz unserer Finanzen sowie einem umfangreichen Redaktionsstatut wird gleichzeitig eine größtmögliche Unabhängigkeit garantiert. Wir legen unsere Strukturen offen und haben uns zur Einhaltung der Standards des Siegels Gemeinnütziger Journalismus und der Initiative Transparente Zivilgesellschaft verpflichtet.

Private Spenden
Mit großen und kleinen Spenden und regelmäßigen Beiträgen ermöglichen Tausende Leserinnen und Leser unsere Arbeit. Diese finanzielle Basis stärkt uns langfristig.

Institutionelle Unterstützung
Stiftungen, Institutionen und Unternehmen, die sich den Werten einer demokratischen Gesellschaft verpflichtet fühlen, ermöglichen uns die Umsetzung laufender und neuer Projekte.

Eigene Einnahmen
Beispielsweise der Verkauf von Büchern ermöglichen uns, unsere ideelle Arbeit auch durch eigene Kraft zusätzlich zu unterstützen.“

Kommentare

WORDPRESS: 1
  • schmunzler vor 3 Wochen

    CORRECTIV finanziert sich sogar mit vollkommen überteuerten esoterischen Pillen gegen Rechts, was gar nicht seriös wirkt. Man muß wirklich öfters darauf schauen, ob sich da nicht jemand über Correctiv und seine Leser lustig macht:

    Was haben die für ein Zielpublikum ???

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