„Die Lage ist noch schlechter, als sie dargestellt wird.“ – Oder: „Mit diesem Wirtschaftsminister kommen wir nicht aus der Krise. Es scheint ihm tatsächlich die wirtschaftliche Kompetenz zu fehlen.“
Geharnischte Kritik an der Wirtschafts- und Energiepolitik der Grünen war am Sonntagabend (18. Februar) in der ZDF-Polit-Sendung „Berlin direkt“ zu vernehmen. So hart gingen Interviewte und auch die Moderatorin selbst vor allem mit Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck ins Gericht, dass Politiker der Grünen nach der Sendung völlig aus dem Häuschen waren, gar vom ZDF eine Richtigstellung „unsäglicher Behauptungen“ forderten..
Der Zuschauer vernahm in der Sendung, die sonst mit den Grünen eher wohlwollend umgeht, Sätze wie:
„Das Atom-Aus ist auch ein Grund, warum der Wohlstand schwindet“. Oder: „Und wenn Habeck warnt, dass die Wirtschaft sich dramatisch schlecht entwickelt, dann warnt er in den Ohren vieler Unternehmen auch vor sich selbst“.
Vor allem der Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Automausstieg, hohen Energiekosten und Wettbewerbsschwäche brachte Grünen-Politiker in Rage. So twitterte der Parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium, Jan-Niklas Gesenhues, für den behaupteten Zusammenhang zwischen Atomausstieg und Wohlstandsverlust gebe es keinerlei Belege. Der Sender müsse diese Falschinformation umgehend richtigstellen.
Die neue Moderatorin Andrea Maurer hatte in ihrer Anmoderation wörtlich gesagt:
„Es ist wohl eine besondere Pointe, dass Deutschland aktuell über europäische Atombomben diskutiert, während das gleiche Deutschland als einziges europäisches Land mitten in der Energiekrise aus der Atomenergie ausgestiegen ist. Das Atom-Aus ist auch ein Grund, warum sich die Lage der deutschen Wirtschaft verschärft hat, warum der Wohlstand schwindet und die Wut auf den grünen Wirtschaftsminister wächst.“
Grünen-Politiker Ulrich Steinbach aus Baden-Württemberg attestierte dem ZDF darob
„… ein schlechtes (übrigens politisch rechtes) politisches Framing und Triggering“.
Doch auch die Interviewpartner machten aus ihren Herzen keine Mördergruben:
So attackierte die Präsidentin des Verbands der Familienunternehmer, Marie-Christine Ostermann aus Hamm, den Vizekanzler wie folgt:
„Mit diesem Wirtschaftsminister kommen wir nicht aus der Krise. … Es scheint ihm tatsächlich die wirtschaftliche Kompetenz zu fehlen“.
Und Fatih Birol, Direktor Internationale Energieagentur, nannte den Ausstieg aus der Kernenergie einen „historischen Fehler. … Deutschland hätte wenigstens die noch verbliebenen AKW am Netz lassen können. Aber dafür ist es wohl jetzt zu spät.“
Quelle Berlin direkt am Sonntag, 18. Februar 2024
Kommentare
Die rein ideologisch, ohne Vernunft und Verstand ausgerichtete Politik der Grünen lässt eben keine Diskussion und keinen Widerspruch zu.
Demzufolge gibt es Realitätsverweigerung zu kritischen Aussagen.
Auch wenn der Atomausstieg Merkels Kind ist so war sie bereits nicht nur von den Grünen angehaucht sondern getrieben.
Und es bestand angesichts der vorhersehbaren Versorgungskrise durchaus die Möglichkeit die Kraftwerke weiter zu führen.
Final abgeschaltet eben nur durch Druck der Grünen.
Das Habeck von Betriebs- und Volkswirtschaft nichts versteht zeiget nicht nur seine Politik sondern auch die Aussagen kompetenter Vertreter der Wirtschaft, Organisationen, Handwerk- und Handel.
Habeck hat, zusammen mit seiner urban grünen Mischpoke, die Wirtschaft dieses Landes vor die Wand gefahren und versucht nun mit erheblichen Steuergeldern einzelne Betriebe zu subventionieren während der Großteil der (alteingesessenen) Unterunternehmen ihre Produktion ins Ausland verlegen und /oder zehntausende Arbeitsplätze abbauen.
Aber die Grünen kennen halt nur Bevormundung und Maulkorb.