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Iserlohner Windradgegner treffen Werte-Union: „,Energiewende´ ist gescheitert – das erkennen heute die meisten Deutschen“

Iserlohner Windradgegner treffen Werte-Union: „,Energiewende´ ist gescheitert – das erkennen heute die meisten Deutschen“

(Windpark in Ostbüren/Fröndenberg - Foto Ausblick a. Hellweg)

B I W I  meets WERTEUNION e.V.:

Unter diesem Motto hat die Bürger Initiative Waldstadt Iserlohn, kurz BIWI, das Gespräch mit der WerteUnion e.V. eröffnet. Wer mag, kann sich gerne beteiligen, laden die Windradtgegner ein.

„Schreiben Sie uns Ihre Meinung, kommen auch WIR ins Gespräch!“

Unter dem Titel „Die selbstverschuldete Energiekrise“ hat die BIWI folgendes Statement veröffentlicht:

STELLUNGNAHME   –  Arbeitskreis Umwelt und Energie der WerteUnion e.V.

Dass die „Energiewende“ gescheitert ist, erkennen heute die meisten Deutschen. Jedem mit einem gesunden Menschenverstand ist klar, dass die Umstellung des Verkehrs auf Elektromobilität und der Heizungsanlagen auf Strom in Form von Wärmepumpen nicht funktionieren kann, wenn Deutschland gleichzeitig aus fast allen grundlastfähigen Stromerzeugern (Kernkraft, Kohle und Gas) aussteigt.

Das Wall Street Journal hat schon vor 4 Jahren die deutsche Energiepolitik als „World’s Dumbest Energy Policy“ bezeichnet [1] . Statt auf dem Boden trockener, bürgerlicher Vernunft und ihrer Tugenden zu bleiben, sind wir in das buntgeschmückte Narrenschiff Utopia eingestiegen, frei nach Franz Josef Strauß.

Für die größten Fehler ist außerdem Angela Merkel verantwortlich, denn in ihre Regentschaft fiel der „alternativlose“ Beschluss des Atomausstiegs und die aus dem Kostenruder laufende Subventionierung der Flatterstromkraftwerke (Wind und Sonne). Dabei sind die beiden Hauptgründe für die „Energiewende“, die angeblich unsichere Atomenergie und die angebliche Klimakrise, an den Haaren herbei gezogen.

Zum ersten Grund: Nach dem Unglück von Fukushima im Jahr 2011 infolge eines gewaltigen Tsunami behauptete Angela Merkel: „Wenn Japan die Risiken der Kernenergie nicht beherrscht, wer dann?“. Dabei war zu diesem Zeitpunkt bereits klar, dass in Fukushima internationale Standards einfach nicht eingehalten wurden. In den Reaktorblöcken 5 und 6 in Fukushima ist einer der Fehler nicht gemacht worden. Das hochgelegene Notstromaggregat funktionierte auch nach dem Tsunami, ermöglichte ein kontrolliertesHerunterfahren der Reaktoren und einen Weiterbetrieb nach den Aufräumarbeiten [2].

Dass die Kernenergie die Energie der Zukunft ist, haben die Japaner verstanden. Sie haben zur Zeit 10 Atomkraftwerke mit einer Leistung von fast 10 GW in Betrieb – dreimal soviel wie in Deutschland – und zwei weitere sind in Bau.

Fast alle europäischen Länder planen die Verlängerung der Laufzeiten ihrer AKW, den Bau zusätzlicher AKW oder – wie Italien – den Wiedereinstieg in die Atomenergie. Kein Land ist so ideologisiert wie Deutschland. Unsere bisherigen Regierungen sind offenbar versessen darauf, uns die teuerste Energiepolitik der Welt aufzubürden, nach dem Motto „Klimaschutz durch Arbeitsplatz-Vernichtung“, denn mit der Priorisierung der Flatterstromkraftwerke hatten wir bereits vor der irrationalen Gas-Ausstiegspolitik die höchsten Stromkosten [16] aller Industrieländer und Energiepreise, die für viele Firmen in Höhen geklettert sind, die sie in den Ruin treiben [3].

Fakt ist, dass die Speicherkraftwerke, die wir in Deutschland haben, nur ein Zehntel der jetzt benötigten Leistung liefern, und das nur für ein paar Stunden, während es regelmäßig Dunkelflauten gibt, die bis zu zwei Wochen dauern [4]. In dieser Zeit liefern die Solar- und die Windkraftwerke keine signifikanten Strommengen. Elektroautos können übrigens – von wenigen Ausnahmen abgesehen – die in ihren Akkus gespeicherte Energie nicht ins Hausnetz einspeisen.

Die sogenannten erneuerbaren Energien sind darüber hinaus alles andere als umweltfreundlich. In Deutschland werden auf einer Fläche so groß wie Hessen sogenannte Energiepflanzen angebaut. Das sind Monokulturen von Mais, Raps oder anderen Pflanzen, die das Gegenteil von Artenvielfalt bedeuten und im Vergleich zu Wald für stärker ausgeprägte, gesundheitsschädliche Extrem-Temperaturen sorgen [5].

Windparks führen zu höheren Temperaturen und Bodenaustrocknung. Das ist bereits seit 2010 bekannt [6]. Die dunklen Oberflächen von PV-Modulen erhöhen ebenfalls die Umgebungs-temperatur und können auch überregional negative Auswirkungen auf das Klima haben [7].

Der spezifische Ressourcenverbrauch (pro erzeugte Kilowattstunde) von Wind- und Solarkraftwerken beträgt selbst bei Standard-Materialien wie Stahl, Aluminium, Kupfer und Glas ein Vielfaches bis Tausendfaches gegenüber fossilen oder Atomkraftwerken, die im Gegensatz zu den „Erneuerbaren“ bereits existieren [8]. Von den Seltenen Erden für die Turbinen und Tropenholz (Balsa-Holz) für die Windräder [9] und dem enormen Flächenverbrauch von PV-Anlagen ganz zu schweigen.

Hinzu kommt, dass durch die begrenzte Lebensdauer der Flatterstrom-Kraftwerke von etwa 20 Jahren die von diesen über die Lebensdauer gelieferte elektrische Energie in einem wesentlich schlechteren Verhältnis zum Energieaufwand für Bau, Betrieb und Entsorgung liegt als bei fossilen oder atomaren Kraftwerken [10].

„Grüne“ Kraftwerke sind also das Gegenteil von ökologisch. Sie sind bestenfalls das Resultat von ideologisch verblendetem Aktionismus, möglicherweise aber sogar ein Teil eines Plans zur Deindustrialisierung Deutschlands.

Der zweite Grund für die „Energiewende“ ist die angebliche „Klimakrise“. Diese findet jedoch nicht statt, schon gar nicht im „globalen Süden“. Der Temperaturanstieg seit Ende der siebziger Jahre (davor gingen die Temperaturen seit den vierziger
Jahren zurück) war in Europa und Nordamerika am höchsten, weil sich hier die Atlantische Multidekaden-Oszillation (AMO) am stärksten auswirkt [11].

Im Sahel führt eine positive Phase der AMO – so wie in den letzten beiden Jahrzehnten – zu höheren Niederschlägen. In den ärmsten Ländern der Welt, die sich fast ausnahmslos in Äquatornähe befinden, sind die mittleren Temperaturen in den Jahren 2021 und 2022 niedriger gewesen als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 [12].

Der sukzessiv gestiegene Kohlendioxid-Anteil in der Erd-Atmosphäre kommt im Übrigen dem Pflanzenwachstum und der weltweiten Nahrungsmittel-Produktion (bei gleichzeitig wachsender Weltbevölkerung) zugute. Wie Satellitenaufnahmen beweisen, haben die Grün- und Blattflächen sich deshalb in den letzten Jahrzehnten global erhöht, außer in den Gegenden, wo für Biosprit-Plantagen abgeholzt wurde [13].

Die Klimakrise wird von denjenigen proklamiert, deren Klimamodelle für keinen Planeten absolute Temperaturen berechnen können und die untereinander extrem divergieren, von 1 °C bis 6 °C bei einer Verdoppelung des Kohlendioxid-Gehalts in der Atmosphäre. Damit das nicht hinterfragt wird, behaupten die Wissenschaftler wahrheitswidrig „the science is settled“. Das Gegenteil ist der Fall ! [15] 

Was muss also getan werden, um die Deindustrialisierung und den wirtschaftlichen Zusammenbruch Deutschlands zu verhindern ?
  1. Die drei zuletzt vom Netz abgeschalteten Atomkraftwerke (15. April 2023) müssen weiterlaufen. Es müssen umgehend neue Brennstäbe gekauft und intakte Brennelemente aus stillgelegten AKW weiterverwendet werden.
  2. Für die bereits Ende 2021 abgeschalteten AKW müssen Brennelemente beschafft werden und es müssen die gesetzlichen und technischen Rahmenbedingungen für das Wiederanfahren geschaffen werden.
  3. Das Merit-Order-Verfahren ist unverzüglich aufzuheben. Kohlekraftwerke sind wieder in dem Umfang ans Netz zu nehmen, dass wie in den Vorjahren aus nationalen Quellen die Stromversorgung vollumfänglich gewährleistet wird.
  4. In Deutschland sind erschließbare Erdgasvorkommen von bis zu 2,7 Billionen Kubikmetern vorhanden [14] , die uns für dreißig Jahre versorgen könnten. Das Fracking-Verbot ist aufzuheben und das heimische Erdgas zu fördern, damit wieder eine verlässliche und kostengünstige Energieversorgung gewährleistet werden kann.
  5. Alle preistreibenden Steuern und Abgaben auf Strom und Erdgas sind bis zu einer Beruhigung der Märkte auszusetzen. Das betrifft insbesondere die Strom- und Mineralölsteuer und die KWK-Umlage.
  6. Die preistreibende Verpflichtung zum Erwerb von CO2-Zertifikaten ist ersatzlos aufzuheben.
  7. Der preisgünstigste uns zur Verfügung stehende Energieträger ist russisches Erdgas, dessen Bezug so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden muss. Wollten wir keine Güter von Krieg führenden Nationen beziehen, müssten wir konsequenterweise alle Importe aus USA und Saudi-Arabien stoppen.
  8. Langfristig muss die Nutzung der Kernenergie ausgebaut werden, zunächst mit Kraftwerken der 3. Generation.
  9. Gleichzeitig muss die Erforschung und Industrialisierung von Kraftwerken der 4. Generation (z. B. Dual Fluid) vorangetrieben werden.
  10. Der weitere Ausbau der die Natur zerstörenden „Erneuerbaren Energien“ muss gestoppt werden. Die Bewahrung der Schöpfung ist uns ein wichtiger Punkt, weil wir die Erde nur von unseren Kindern geborgt haben. Dazu gehört, den Flächenverbrauch zu minimieren.

Quelle: BIWI Website 

 

Kommentare

WORDPRESS: 2
  • Hans Meierling vor 9 Monaten

    Wer glaubt mit Parteigeschaffenen Idealen
    Die Realität verändern kann
    müssen Träumer sein.
    Sie vernichten nur die Realität mit der wir im Weltgeschehen eingebettet sind.

  • Lutz Hille vor 9 Monaten

    Lange hat es gedauert, hoffen wir dass der Grüne Wahnsinn schnell gestoppt wird.