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Kritik an Fuchsjagd: Jägerschaft wirft Tierschutzpartei „ideologische Polemik“ vor

Kritik an Fuchsjagd: Jägerschaft wirft Tierschutzpartei „ideologische Polemik“ vor

Jungfüchse. Fotoquelle Pixabay

Zu unserer Ankündigung des Landesparteitags der Tierschutzpartei, bei dem es am Sonntag (5. März) in Dortmund schwerpunktmäßig um die Fuchsjagd ging, erreichte uns eine Stellungnahme der Kreisjägerschaft Münster.

Carsten Krystofiak, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, erwidert auf die Kritik der Tierschützer folgende Punkte.

„Sie zitieren die Gegner der Fuchsjagd mit den Sätzen:

„Alljährlich werden in Deutschland knapp eine halbe Million Füchse …. von Jägern sinnlos getötet.“ 

Die Fuchsjagd ist nicht sinnlos, sondern ein unersetzlicher Beitrag für den Bestandsschutz von Bodenbrütern wie Brachvogel, Rebhuhn Kiebitz, etc. Wenn die Fuchsbejagung eingestellt würde, würden damit alle Artenschutzprogramme für Bodenbrüter sinnlos.

 „Fast alle getöteten Füchse werden weggeworfen.“

 Füchse sind für den Verzehr nicht geeignet. Ihre Bälge werden vielfach für heimische Pelzprodukte verwertet, was nachhaltiger ist, als Importpelz. Außerdem dienen sie als Präparate für pädagogische Programme wie der „Rollenden Waldschule“, mit denen die Kreisjägerschaften Kindern heimische Wildarten nahebringen.

 „Die Jagd auf Füchse beinhaltet … schwere Grausamkeiten, wie …  das Training von Hunden an lebenden Füchsen in Schliefenanlagen (Anlagen zur Ausbildung von Hunden für die Baujagd)“

 Hunde und Füchse sind in diesen Anlagen getrennt und haben keine direkte Berührung. Die Füchse sind an den Kontakt mit Hunden gewöhnt und werden nach streng kontrollierten Auflagen gehalten. Die Hundeausbildung stellt eine tierschutzgerechte Jagd sicher.

Auf den Rest der ideologischen Polemik einzugehen, lohnt nicht. (…)

Die fast 100.000 Jägerinnen und Jäger in NRW leisten einen aktiven Beitrag zum Artenschutz und Erhalt unserer heimischen Wildtiere.“

  • Kreisjägerschaft Münster: Obmann für Öffentlichkeitsarbeit – Carsten Krystofiak

Kommentare

WORDPRESS: 5
  • Strykala vor 12 Monaten

    Sorry ihr Jäger, 
    wo der Mensch eingreift, kommt selten etwas Gures dabei raus. 
    Sie haben nicht das Recht in die Natur einzugreifen. 
    Es ist reine Mordlust, die Homo Sapiens dazu antreibt, Lebewesen zu töten. 
    Mit nicht sehr freundlichen Grüßen 
    Joachim Strykala 

  • Etgeton vor 12 Monaten

    Alljährliche Behauptungen der Jägerschaft die alle Wissenschaftlichen Erkenntnissen und Untersuchungen nicht anerkennen wollen. Nur um ihr Tötungshobby weiter zu rechtfertigen. Aber der Druck der Tierschützer wird immer größer und bald können auch die Jäger die Realität nicht mehr ignorieren. 

  • Angelika Remiszewski vor 12 Monaten

    Es ist schon merkwürdig, dass nach sechs Jahren des Verzichts auf die Fuchsjagd in Luxemburg das Ökosystem stabiler ist als vorher.
    Bodenbrüter sind durch die intensive Landwirtschaft bedroht, aber nicht durch den Fuchs, der einen sinnvollen Beitrag zu einem funktionierendes Ökosystem leistet. Die Jäger sind es, die dort nichts zu suchen haben, aber immer wieder neue Rechtfertigungen für ihr abartiges Hobby finden. „Jäger wird man, um zu töten“, um es mal mit den Worten eines ehemaligen Jägers, der der Jagd abgeschoben hat, zu formulieren.

  • Angelika Remiszewski vor 12 Monaten

    abgeschworen

  • Susi Sorglos vor 12 Monaten

    Die Lodenzwerge werden nicht müde, mit ihrem gebetsmühlenartigen Jägerlatein-Blabla Panik zu verbreiten und ihre Daseinsberechtigung zu untermauern. Und dabei sollte man auch mal erwähnen, dass nicht die millionenfache Ermordung von Füchsen die Tollwut bekämpft hat, sondern Impfköder. Die Natur braucht keine zweibeinigen Jäger. Ethisch hochentwickelte Leute können in der Natur unterwegs sein, ohne das Wild zu exekutieren.