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Tödliche Polizeischüsse auf Mouhamed (16): Integrationsrat will Familie nach Dortmund holen

Tödliche Polizeischüsse auf Mouhamed (16): Integrationsrat will Familie nach Dortmund holen

Während die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weiterlaufen und sich Innenminister Herbert Reul (CDU) nicht mehr zum Stand der Untersuchungen äußert, sorgen die tödlichen Polizeischüsse auf den 16-jährigen Flüchtling Mouhamed D. am 8. 8. in Dortmund weiter für Diskussionen. Jetzt soll die Familie des getöteten Jugendlichen nach Dortmund kommen.

Dortmunder Medien berichten, dass der städtische Integrationsrat die Reise der Familie aus dem Senegal mitbezahlen will. Es sei der große Wunsch der Familie, den Ort zu besuchen, an dem Mouhamed erschossen wurde.

 Jacques Armel Dsicheu Djiné von den Grünen wird im WDR mit dem Wunsch zitiert:

Bei einer Reise der Angehörigen nach Dortmund sollen Gespräche mit der Dortmunder Stadtspitze, afrikanischen Communities aus Dortmund und der Polizeibehörde ermöglicht werden.

Der Integrationsrat stelle demnach 5000 Euro zur Verfügung, um Flüge für Mouhameds Vater und den Bruder zu bezahlen.

Der „Solidaritätskreis Mouhamed“ unterstützt einen Austausch vor Ort, um „in gemeinsamen Gesprächen mehr Sensibilität füreinander entwickeln“, vielleicht sogar ein „Handbuch mit gemeinsam erarbeiteten Lösungsvorschlägen“ entwerfen. Dafür müssten auch die Stimmen der Angehörigen gehört werden.

Ein Mitglied des Soli-Kreises wird mit dem Wunsch zitiert, dass Polizisten „in den Spiegel schauen und sagen können, ich bin stolz darauf, wie ich Menschen in meinem Beruf behandle„.

Die fordert auch die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Lamya Kaddor. Sie twittert zu einem WDR-Beitrag vom 18. 11. 2022:

Ermittlungsstand zu erschossenen #Mouhamed D. ist verstörend: Keine Aggression vom Opfer, keine Vorwarnung durch Polizeibeamten & Verletzung wichtiger Standards beim Einsatz v. Pfefferspray, Taser & Schusswaffe. Das muss Konsequenzen haben. #Dortmund“ (Quelle: Twitter: @LamyaKaddor).

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