Polizeischüsse auf einen mutmaßlichen Einbrecher beschäftigen seit Donnerstag eine Mordkommission der Polizei Bochum. Im Essener Stadtteil Borbeck wurde ein 31-jähriger Rumäne schwer verletzt, als er nach einem Einbruchsversuch offenbar mit einem Beil auf einen Polizisten losging und dieser mit seiner Dienstwaffe schoss.
Ein Ehepaar hatte am Donnerstagmittag die Polizei alarmiert, weil es verdächtige Geräusche im Haus gehört hatte. Ein 37-Jähriger Motorradpolizist war als erster vor Ort und traf vor dem Wohnhaus auf den mutmaßlichen Einbrecher.
Zu dem dann Folgenden heißt es in einem WDR-Bericht unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft:
„Er hielt ein Beil in der Hand und kam damit auf den Beamten zugelaufen. Daraufhin gab der Polizist mehrere Schüsse aus seiner Dienstwaffe ab.“
Der 31-Jährige wurde mehrfach getroffen, aber nicht lebensbedrohlich.
Weitere Hintergründe ermittelt nun aus Neutralitätsgründen eine Mordkommission der Polizei Bochum unter Anleitung der Staatsanwaltschaft Essen. Zu klären sei unter anderem, ob der Polizist vielleicht zu früh geschossen habe.
Gegen den angeschossenen Rumänen liegt ein Haftbefehl wegen Wohnungseinbruchsdiebstahl vor, der aktuell außer Vollzug gesetzt war.
Noch nicht abgeschlossen sind auch die Ermittlungen im Fall des 16-jährigen Senegalesen, der am 8. August in der Dortmunder Nordstadt durch Schüsse aus einer Polizei-Maschinenpistole n starb. HIER berichteten wir.
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