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Strategische Fahndung am Wochenende: Dortmunds Polizei geht gegen „sehr aggressive, gewaltbereite Tätergruppen“ vor

Strategische Fahndung am Wochenende: Dortmunds Polizei geht gegen „sehr aggressive, gewaltbereite Tätergruppen“ vor

Symbolbild eines Polizeibeamten - Quelle Pixabay

Mit starken Kräften reagierte die Dortmunder Polizei in der Nacht zu Sonntag (8. 10.) auf eine Schlägerei auf dem Alten Markt. Die Auseinandersetzung begann gegen 2.30 Uhr in einer Gaststätte und wurde auf dem Markt fortgesetzt. Daran waren rund 15 Männer beteiligt. Die Polizei stellte flüchtende Personen, lieferte vier Beteiligte zur Verhinderung weiterer Straftaten ins Gewahrsam ein und leitete mehrere Strafverfahren ein.

Weil etwa seit Juli „sehr aggressive, gewaltbereite Täter und Tätergruppen“ die Dortmunder Innenstadt unsicher machen, hat sich die Polizei wie berichtet zu entsprechend forcierten Kontrollen entschlossen. Diese Schwerpunktkontrollen dienen „sichtbar präsent und auch verdeckt“ dazu, Raubüberfälle und Körperverletzungsdelikte verhindern oder schnell auf Taten reagieren zu können.

Auch das Instrument der „strategischen Fahndung“ findet Anwendung – anlasslose Kontrollen in fest definierten räumlichen Bereichen.

Bei zwei weiteren Schwerpunkteinsätzen am Freitag und Samstag (7./8.10.2022) war die Innenstadt abends und nachts gut besucht. Die Polizei überprüfte insgesamt 56 Personen und sprach 24 Platzverweise aus.

„Dabei fielen jedoch keine aus vorherigen Einsätzen bereits bekannte Tatverdächtigen auf. Aktuell liegen keine Hinweise auf Raubüberfälle vor, die Tätern und Tätergruppen zuzurechnen sind, deren Delikte Anlass für die strategische Fahndung sind.“

Lediglich auf dem Platz von Amiens hätten sich am Freitagabend „8 bereits bekannte Jugendliche und Heranwachsende“ aufgehalten. Bei Kontrollen auf Grundlage der strategischen Fahndung stellten die Einsatzkräfte dort um 19.45 Uhr zwei verbotene Messer und ein Tierabwehrspray sicher. Die Polizei erteilte Platzverweise gegen die Gruppe und leitete Verfahren ein.

Um 0.48 Uhr erhielt die Polizei Kenntnis von einer Körperverletzung im Bereich Hansastraße/Kampstraße. Hinweise auf Täter waren jedoch nicht zu ermitteln.

Ein weiterer Einsatz führte am Samstag gegen 21.50 Uhr zur Möllerbrücke. Dort hielten sich mehrere Personen auf, um zu feiern. Darunter ein Dortmunder, der auf einem in sozialen Netzwerken veröffentlichten Video tanzend zu sehen ist.

Ein Unbekannter sprach den 26-Jährigen darauf an, beleidigte ihn und schlug mehrfach auf das bereits am Boden liegende Opfer ein. Dabei raubte der Schläger ein Smartphone und flüchtete mit zwei weiteren Personen Richtung Westpark. Während der Fahndung sprach die Polizei einen Mann an, auf den die Täterbeschreibung zutraf, der mit dem Raub an der Möllerbrücke jedoch nichts zu tun hatte. Allerdings lag gegen seine Begleiterin ein Haftbefehl vor.

In der Nacht zu Sonntag (9.10., 01:00 Uhr) erfuhr die Polizei von einem Körperverletzungsdelikt auf der Brückstraße. Nach ersten Erkenntnissen waren 10 Personen beteiligt. Ein Betroffener hielt sich später an der Kuckelke auf. Er gab an, von drei Personen geschlagen worden zu sein. Die Polizei ermittelt weiter zu den Hintergründen.

„Die Polizei setzt die Schwerpunktkontrollen fort und wird deshalb weiterhin in der Innenstadt starke Präsenz zeigen mit dem vorrangigen Ziel, Straftaten zu verhindern und ein weitestgehend unbeschwertes Nachtleben zu ermöglichen.“

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