HomeLand NRWCorona

NRW-Coronastrategie setzt weiter auf Maske, 3G und impfen, impfen, impfen

NRW-Coronastrategie setzt weiter auf Maske, 3G und impfen, impfen, impfen

R√ľckkehr zur Maske in Innenr√§umen, 3G-Zugangsbeschr√§nkungen, keine fl√§chendeckenden Schul- und Kitaschlie√üungen mehr –¬†aber auch weiter keine fl√§chendeckenden L√ľftungsanlagen, h√∂chstens Co2-Messger√§te.

Die neue schwarzgr√ľne Landesregierung hat sich in der Kabinettssitzung am Dienstag, 5. Juli, auf einen weiteren Fahrplan in der Coronapandemie verst√§ndigt.

Darin tauchen bekannte Einschränkungen des vergangenen Jahres auf, deren Wirkung bisher wie berichtet weder widerlegt noch bewiesen wurde: etwa die 3G-Regel (Zugang nur geimpft,  genesen oder frisch negativ getestet).

Die Landesregierung orientiere sich dabei an den Empfehlungen des Corona-Expertenrats der Bundesregierung.

Dabei gilt es, aus den Erfahrungen der letzten zweieinhalb Jahre zu lernen, um auf die Entwicklungen kurzfristig und angemessen reagieren zu k√∂nnen.“

Der Betrieb von Schulen und Kitas sei aufrecht zu erhalten und eine erneute flächendeckende Schließung unbedingt zu vermeiden.

Ministerpr√§sident Hendrik W√ľst (CDU):

‚ÄěVorausschauend, umsichtig, f√ľr alle nachvollziehbar ‚Äď so sollte der Umgang mit Corona an unseren Schulen sein.‚Äú

Die stellv. Ministerpr√§sidentin und Ministerin f√ľr Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, Mona Neubaur (Gr√ľne), erkl√§rt:

„Wir treffen jetzt Vorsorge, um den vielen Unternehmern Planungssicherheit zu geben. Das gilt bei der Energiekrise genauso wie im Umgang mit der Corona-Pandemie.‚Äú

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU):

‚ÄěTrotz hoher Infektionszahlen ist die Lage auf unseren Intensivstationen derzeit beherrschbar.“

Jedoch:

„Es kann die Situation auf uns zukommen, in der wir wieder √ľber Maskenpflichten oder Zugangsbeschr√§nkungen durch Tests sprechen m√ľssen.“

Diese Optionen m√ľsse der Bund dringend erm√∂glichen.

Schulministerin Dorothee Feller (CDU) k√ľndigte an,¬† sie wolle „… die Voraussetzungen daf√ľr schaffen, dass unsere Schulen auch unter den Bedingungen der Pandemie bestm√∂glich arbeiten k√∂nnen“.

Als eine ihrer ersten Amtshandlungen habe sie deshalb einen Corona-Koordinierungsstab ins Leben gerufen, der nun ein Konzept erarbeite.

„Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Tests und Masken einen Beitrag leisten k√∂nnen…¬† Fl√§chendeckende Schulschlie√üungen soll es in Zukunft nicht mehr geben.“

Ihr Ministerium werde zeitnah das Gespr√§ch mit Schulleitungs- und Lehrerverb√§ndensuchen, ebenso mit den Vertretungen von¬† Sch√ľlern und Eltern.

Vorbehaltlich der Bundesregelungen sind folgende Grunds√§tze f√ľr die Politik der Landesregierung entscheidend:

Indikatoren

  • Von zentraler Bedeutung ist die Zahl der Patienten in den Krankenh√§usern und die Auslastung der intensivmedizinischen Behandlungskapazit√§ten.
  • Dar√ľber hinaus m√ľssen die Infektionszahlen in vulnerablen Einrichtungen wie Pflegeheimen, die 7-Tage-Inzidenz, altersspezifische Inzidenzen, der R-Wert und die Positivquote bei Testungen in die Gesamtbetrachtung der allgemeinen Infektionsdynamik mit einflie√üen.

Schutzmaßnahmen

  • Die aktuellen Basisschutzma√ünahmen im √ĖPNV (Maskenpflicht)und in Einrichtungen mit besonders vulnerablen Personen sollen beibehalten werden.
  • Sollte es zu einer deutlichen Belastung der medizinischen Einrichtungen kommen, k√∂nnen zus√§tzliche Regelungen eingesetzt werden (zum Beispiel Maskenpflicht in Innenr√§umen oder Zugangsbeschr√§nkungen mit Test).

Schulen und Kitas

  • H√∂chste Priorit√§t hat die Aufrechterhaltung der Pr√§senzangebote.
  • Als Basisschutzma√ünahme ist eine rechtzeitige Frischluftzufuhr in den R√§umlichkeiten von Bildungseinrichtungen zentral.

„Daher hat der Expertenrat der Bundesregierung die fl√§chendeckende Anschaffung von CO2-Messger√§ten empfohlen. Dies wird das Land pr√ľfen.“

  • Bei einer hohen Infektionsdynamik kann auch eine Maskenpflicht erneut sinnvoll sein.
  • Reihentestungen werden nicht empfohlen. Das Land wird aber Vorsorge f√ľr ein ung√ľnstiges Infektionsszenario treffen, in dem Testungen als Schutzma√ünahme zur Aufrechterhaltung des Pr√§senzbetriebes wieder erforderlich sein k√∂nnten.

Teststrategie

  • Die Teststrategie wird sinnvollerweise bundeseinheitlich festgelegt.
  • Es erscheint es vor allem geboten, f√ľr den Schutz vulnerabler Personen die n√∂tigen Testungen weiterhin kostenfrei anzubieten. Dies betrifft insbesondere Zutrittstestungen f√ľr Krankenh√§user, Pflegeeinrichtungen und Angebote der Eingliederungshilfe.
  • Arbeitgebertestungen werden weiterhin bef√ľrwortet. (Damit sollen sie nicht verpflichtend werden.)

Impfstrategie

  • Um wieder eine m√∂glichst hohe Impfquote zu erreichen, ist es entscheidend, einen einfachen Zugang zu den Impfangeboten zu erm√∂glichen. Der Schwerpunkt wird weiterhin in den Arztpraxen liegen.
  • In allen Kreisen und kreisfreien St√§dten wurden erg√§nzend dazu Vorhaltestrukturen f√ľr zus√§tzliche Impfangebote geschaffen, die innerhalb von 14 Tagen in der Lage sind, zus√§tzlich zu den Arztpraxen w√∂chentlich mindestens 250.000 Impfungen durchzuf√ľhren.

Forschung

  • Das Gesundheitsministerium f√∂rdert mit 2,4 Millionen Euro Forschungsprojekte zum Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen. Das Ziel ist es, Erkenntnisse zu sammeln, um im Falle einer weiteren Corona-Welle im n√§chsten Herbst/Winter effektiver und effizienter handeln zu k√∂nnen.
  • Die Forschungen ordnen sich in vier Themenfelder ein: Verlauf des Infektionsgeschehens und Immunit√§t in der Bev√∂lkerung, Infektionskettenanalyse, Immunit√§t nach Impfung, Inanspruchnahme der Impfungen in der Bev√∂lkerung.

Quelle: Pressemitteilung Land NRW

Kommentare

WORDPRESS: 2