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Welche Corona-Maßnahmen haben eigentlich wie gewirkt? Man weiß es nicht

Welche Corona-Maßnahmen haben eigentlich wie gewirkt? Man weiß es nicht

+++UPDATE 5. 7. – NRW-Regierung setzt im Corona-Herbst weiter auf bekannte Maßnahmen+++

Lockdowns,  2G, 3G, Ausgangssperren, FFP2-Masken, Schul- und Kitaschließungen:

Was haben die Corona-Maßnahmen der letzten 2 Jahre in Deutschland eigentlich konkret gebracht? Welche hat wie gewirkt?

Das Ergebnis: Man weiß es nicht.

Ein von Bundesregierung und Bundestag eingesetzter Sachverständigenausschuss sollte klären, welche Corona-Maßnahmen wie viel gebracht haben.

Dem 18-köpfigen Gremium gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen an. Sie sollten die Corona-Maßnahmen evaluieren und der Politik Empfehlungen geben.

Das ist wichtig, weil die bisherigen Schutzmaßnahmen Ende September auslaufen. In der Koalition pocht vor allem die FDP auf die Evaluation als Voraussetzung für weitere Schritte. Jedoch:

Aus der Studie ergibt sich weder eine klare Bestätigung der deutschen Corona-Politik, die über lange Zeit schwere Einschränkungen der Grundrechte nach sich zog, noch eine nachträgliche Ablehnung.

Im Ergebnis, das ZEIT ONLINE vorliegt, gibt es kein eindeutiges Fazit. Es mangelt insbesondere an Daten.

Archivbild vom Lockdown 2020 in der Unnaer City. (Foto Rinke)

Lockdowns seien zu Beginn einer Pandemie „sinnvoll“, um die Übertragung zu reduzieren.

Der Effekt sinke aber schnell, weil weniger Menschen die Maßnahme mittragen.

Klassenzimmer. Symbolbild Red.

Die genaue Wirksamkeit etwa von Schulschließungen sei „trotz biologischer Plausibilität und zahlreicher Studien“ weiter offen.

Auf Unnas Weihnachtsmarkt galt erst 3G – Besucher müssen geimpft, getestet oder genesen sein. Es folgte 2G, Ungeimpfte mussten draußen bleiben. (Foto Rinke)

Der Effekt von 2G- oder 3G-Beschränkungen  sei zwar in den ersten Wochen nach der Boosterimpfung oder der Genesung hoch: „Der Schutz vor einer Infektion lässt mit der Zeit jedoch deutlich nach.“

Zutritt nur für Geimpfte/Genesene. – Foto AaH

Bei erneuten Beschränkungen sei eine Testung unabhängig vom Impfstatus sinnvoll.

Die Maskenpflicht könne „ein wirksames Instrument in der Pandemiebekämpfung“ sein.

Entscheidend sei aber, dass Masken richtig getragen würden – und das müsse in der Öffentlichkeit viel deutlicher betont werden.

Maske, FFP-Maske – Foto S. Rinke

Ob FFP2-Masken besser schützten als OP-Masken, könne man nicht sagen.

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Nach Einschätzung der Experten hat der Abschlussbericht allerdings nur eine eingeschränkte Aussagekraft. Es fehlten Daten.

Die Experten werfen Politik und Behörden eine „katastrophale Corona-Datenlage“ vor. Daher habe man die meisten verordneten Maßnahmen nur unvollständig bewerten können.

Das RKI habe die Wirkung von Maßnahmen auch nicht erforscht – bis heute nicht. Das sieht das in anderen Ländern anders aus, etwa den USA.

Außerdem habe die Kommission zu wenig Zeit und Personal bekommen, um eine „umfassende Evaluierung“ vornehmen zu können.

Quelle ZEIT.de

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