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Angeblicher Pädophiler an Kita in Lünen: Polizei tritt Falschnachrichten entgegen

Angeblicher Pädophiler an Kita in Lünen: Polizei tritt Falschnachrichten entgegen

Symbolbild furchtsames Kind - Quelle Pixabay

Ein Foto des Autos mit dem angeblichen Täter wurde fotografiert und in Windeseile im Netz verbreitet – „passt auf eure Kinder auf!“

Für erhebliche Unruhe und Verängstigung von Eltern sorgte am Dienstag die Verbreitung von Falschnachrichten über einen angeblichen Pädophilen an einer Kita in Lünen. Die Polizei stellt die Behauptungen und Mutmaßungen in einer Pressemitteilung richtig.

Am frühen Dienstagnachmittag (17.Mai) wurden Einsatzkräfte der Polizei Dortmund zu einem Kindergarten in Lünen gerufen. Besorgte Eltern glaubten einen verdächtigen Mann festgestellt zu haben, der dort Kinder fotografieren würde.

Entsprechende Warnungen und Nachrichten wurden sofort in den sozialen Netzwerken und Chat-Gruppen verbreitet: Darunter Fotos eines Autos mit einem Kennzeichen aus Paderborn und einem Mann, der als angeblicher Täter bezeichnet wurde.

Ein Polizeisprecher macht klar:

„Entgegen der aktuellen Spekulationen bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Kinder. Weiterhin wurden diese nicht fotografiert. Der Sachverhalt wurde umfangreich aufgenommen.“

Ersten Ermittlungen zufolge suchte der Mann die Kita schlicht deshalb auf, weil er sich mit der Mutter eines der Kita-Kinder verabreden wollte. Wieso dieser harmlose Besuch diesen Verdacht auslöste, wird derzeit polizeilich überprüft.

„Fakt ist aber, dass es zu keinen Straftaten bzw. Gefährdungen gekommen ist. Die umfangreiche Kontrolle ergab hierzu auch keinerlei weiteren Hinweise.‘

Die Polizeibehörde macht Folgendes sehr deutlich klar:

Die Verbreitung solcher Falschnachrichten löst schnell starke Verunsicherungen aus und beeinträchtigt darüber hinaus erheblich die Arbeit der Polizei.

Bedenken Sie außerdem die Auswirkungen für Betroffene, die fälschlicher Weise unter Verdacht gestellt werden, und beteiligen Sie sich daher nicht an Spekulationen dieser Art.

Die Verbreitung von personenbezogenen Daten, wie in diesem Fall von Auto-Kennzeichen und Personenfotos, stellt im Zweifel sogar einen Verstoß gegen u.a. § 22 KunstUrhG dar und stehen unter Strafe.

Die Verfolgung von Straftaten und deren Ermittlung ist die Aufgabe der Polizei.

Wenn Sie verdächtige Feststellungen machen, dann rufen Sie bitte unmittelbar den polizeilichen Notruf 110. Wir sind auf Ihre Hinweise angewiesen und nehmen diese sehr ernst.“

Quelle Polizei Dortmund

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