HomeDortmundPolitik

„Satanist“ und Weihrauch – Infernalischer Lärm bei Habeck-Auftritt

„Satanist“ und Weihrauch – Infernalischer Lärm bei Habeck-Auftritt

Vizekanzler Robert Habeck (B90/Die rtünen), Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Umwelt, wurde am Montag bei  Wahlkampfauftritten in Dortmund und Bielefeld massiv von Störern angegangen.

Eine Frau in Dortmund beschimpfte den Grünen als „Satanist“ und schwenkte Weihrauch. Rund 150 Menschen brüllten Habeck nieder, berichtet der Nachrichtendienst T-online.

Auf Videos ist ohrenbetäubendes Geschrei festgehalten, von schrillem Trillerpfeifengetöse begleitet. Man sieht Umstehende, die sich gepeinigt die Ohren zuhalten.

Verabredet zu den Störungen hatten such laut dem Bericht Anhänger der sogenannten Querdenkerszene über die Messenger-App Telegram. Habeck wurde als „Kriegstreiber“ geschmäht, weil die Grünen und er persönlich  die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine fordern.

Und auch groteske Verschwörungen wurden kundgetan: So gehöre Habeck einer Clique von „Satanisten“ an, die vermutlich „Kinderblut mit Adrenochrom oder sonstwas“ zu sich genommen habe, behauptete ein Demonstrant aus den Reihen der Brüller.

„Wenn ich das weiß, dann wissen das noch viele andere, das ist kein Geheimnis mehr.“

Eine Demonstrantin schwenkte dazu ein Weihrauchfass in der Menge.

Habeck rief dem infernalischen Lärm entgegen: „Wenn man sich nur noch mit Trillerpfeifen und Megafonen zur Wehr zu setzen weiß, dann stärkt es mich nur in dem Kurs, den wir gehen, denn offensichtlich sind die Argumente ausgegangen.“

Bei der NRW-Landtagswahl am 15. Mai haben die Grünen – nach 5 Jahren in der Opposition – gute Chancen,  in Regierungsverantwortung zurückzukehren, entweder zusammen mit der SPD oder als Teil einer Ampel: In der letzten „Sonntagsfrage“ vom 24. April liegen sie bei 16 Prozent, die SPD kommt auf 30 und die FDP auf 8 Prozent.

 

Kommentare

WORDPRESS: 3
  • schmunzler vor 3 Wochen

    Wie dreht man das journalistisch, wenn sich Politiker nicht mehr unter das Volk trauen können. Ledlich eine Person zitieren und dies auf die gesamte Menge projezieren, ist billige Propaganda.
    „T-online“ ist kein Journalismus, sondern eine abgedrehte Clickbaitwerbeschleuder. Werbeanzeigen und Nachrichten sind kaum zu unterscheiden. Sie wurde damals vom Plakataufsteller Ströer mit verschleierten Geldgebern als Startseite der Telekom abgekauft. Bei ihr sind auch der Youtuber REZO und andere Influenzer für politische Einflußnahmen angestellt. Man kann sie dort buchen. Die Preisliste liegt mir vor. Hier kann sich jeder ganz einfach ein „ungefiltertes“ Bild von der Veranstaltung in Dortmund machen: https://www.youtube.com/watch?v=KsSa2OFJn1M

    • Wir haben uns mehrere Videos anschaut, und der Vater eines Kollegen war – zufällig – selbst vor Ort, Herr oder Frau Schmunzler. Er konnte die Brüllerei abschreckend bestätigen.

      • schmunzler vor 3 Wochen

        Eine „abschreckende“ Beurteilung von demokratischen Rechten. Wie sollen sich denn sonst die Bürger Gehör verschaffen, wenn sie einmal die Gelegenheit haben, einen Politiker vor Ort ihren Unnmut zu bekunden. Mit flüstern? Bei den Wahlkampfveranstaltungen tauchen inzwischen mehr wütende Bürger auf als wie die Parteien eigene Mitwähler mobilisieren können. In einer Zeit, in der Politikerentscheidungen einen massiveren Einfluß auf den Alltag der Menschen haben wie jemals zuvor. Herr Habeck hätte sich ja am offenem Mikrofon demokratisch den Fragen kritischer Bürger stellen können. Von den eigenen Mitgliedern scheint nur ein sehr geringer Teil an seinem Auftritt interessiert gewesen zu sein. „Habeck fand wenig Zuspruch in der Bevölkerung bei seinem Auftritt in Dortmund“ Das wäre wohl die journalistischere Überschrift.