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SPD: Ukrainische Kinder zügig an Schulen aufnehmen und Lehrkräfte entlasten

SPD: Ukrainische Kinder zügig an Schulen aufnehmen und Lehrkräfte entlasten

Klassenzimmer. Symbolbild Red.

Der Schulausschuss des Landtags hat heute über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Schulen in Nordrhein-Westfalen beraten. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 3 Millionen Menschen innerhalb von knapp 20 Tagen aus der Ukraine geflüchtet sind.

Unter ihnen werden viele Familien mit Kindern vermutet. Wie viele von ihnen ihren Weg nach NRW finden, ist laut Ministerin Gebauer nicht absehbar. Ebenso wenig absehbar sei, wie viele von ihnen Kitas, Schulen oder Hochschulen in NRW besuchen werden.

Hierzu erklärt Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Jedes geflüchtete Kind ist an nordrhein-westfälischen Schulen willkommen, ohne Wenn und Aber. Das Land muss jede Form von Unterstützung gewährleisten, um den geflüchteten Kindern und Jugendlichen dabei zu helfen, ihre Kriegserfahrung zu verarbeiten und eine Form der neuen Normalität zu entwickeln. Dafür brauchen wir eine rasche und unbürokratische Aufnahme an den Kitas, Schulen und Hochschulen.

Viele Schulen haben sich hierfür schon mit kreativen Lösungen vor Ort auf den Weg gemacht. Wir wissen, dass Schulleitungen und Lehrkräfte nach zwei Jahren Pandemie am Ende ihrer Kräfte sind. Ihr Engagement für die Opfer von Putins Krieg ist atemberaubend. Ihnen dankt die SPD-Fraktion ausdrücklich.

Das Land muss jetzt schnellstmöglich dafür sorgen, dass es umfassende Unterstützungen für die Unterstützer gibt. Dabei müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Lehrkräfte müssen jetzt zwingend bei Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Die Lehrpläne und Prüfungsverpflichtungen müssen modifiziert, das Korrekturaufkommen reduziert werden. Die Lehrkräfte brauchen jetzt mehr Zeit für ihre Schülerinnen und Schüler.

Um Begegnungsangebote zu schaffen, müssen wir auch außerschulische Lernorte aktivieren und pädagogisches Personal sowie die Jugendhilfe vor Ort einbeziehen. Gleiches gilt für außerschulische Lernpartnerschaften mit Kulturschaffenden und Sportvereinen. Das kann ein Gewinn für alle Beteiligten sein.

Von der Landesregierung fordern wir jetzt, dass sie schnellstmöglich die Registrierung der Geflüchteten sicherstellt. Um unterstützen zu können, müssen wir wissen, was auf uns zukommt.

Die Umbrüche und Krisen, die unsere Kinder und Jugendlichen in den vergangenen zwei Jahren miterleben mussten, sind nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Sie benötigen Raum und Zeit, um diese Erlebnisse aufzuarbeiten. Auch das dürfen wir jetzt nicht außer Acht lassen.“

Quelle SPD NRW

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