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An die 500 zogen friedlich durch Hamm – Zwei Dutzend Verstöße gegen Maskenpflicht

An die 500 zogen friedlich durch Hamm – Zwei Dutzend Verstöße gegen Maskenpflicht

Archivbild des Protestaufzugs vom Abend des 12. Januars durch Hamm. Am Mittwoch darauf, 19. 1., notierte die Polizei erneut ca. 2 Dutzend Teilnehmer mehr. (Foto Privat)

Die Zahl der „Mittwochsspaziergänger“ ist in Hamm weiter gewachsen und betrug nach Polizeiangaben am gestrigen Abend, 19. Januar, an die 500 Personen. Nicht alle akzeptierten die Maskenpflicht, die mit der aktualisierten Coronaschutzverordnung für alle Versammlungen unabhängig von der Teilnehmerzahl bindend ist.

Ein Hammer Polizeisprecher fasst den angemeldeten Aufzug durch die Innenstadt wie folgt zusammen:

„Thema der Versammlung war die Kritik an den Corona-Maßnahmen. Der Aufzug startete nach Redebeiträgen gegen 18.25 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz.

Die Teilnehmer bewegten sich von der Martin-Luther-Straße über die Königstraße, Ostenallee, Hesslerstraße, den Caldenhofer Weg und die Sedanstraße zurück zum Martin-Luther-Platz. Aufgrund einer Standkundgebung stoppte der Aufzug für etwa 10 Minuten auf der Königstraße, Ecke Gutenbergstraße.

In der Spitze beteiligten sich an der Versammlung 480 Personen.

Die Polizei Hamm wirkte kommunikativ auf die Teilnehmer ein und wies sie mit Lautsprecherdurchsagen auf die Maskenpflicht hin. Diese ist in der aktuell seit dem 13. Januar 2022 gültigen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW für Versammlungen vorgeschrieben. Der damit verbundenen Aufforderung kamen einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedoch nicht nach.

Die Polizei und der kommunale Ordnungsdienst der Stadt Hamm stellten daraufhin die Personalien mehrerer Versammlungsteilnehmer fest, die gegen die Maskenpflicht verstoßen hatten. Die Einsatzkräfte leiteten daher 23 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, zudem wurden 11 Versammlungsausschlüsse gegenüber unkooperativen Teilnehmern ausgesprochen.

Die Versammlung wurde um 20 Uhr beendet. Während des friedlichen Aufzuges kam es aufgrund kurzfristiger Sperrungen zu Verkehrsstörungen.“

 

In den meisten anderen Städten finden die Protestmärsche gegen die Coronapolitik von Bund und Land montags oder sonntags statt. Überall war auch in dieser Woche wachsender Zuspruch zu verzeichnen.

Die Dortmunder Polizei verzeichnete beim Zug über den Wallring erstmals eine vierstellige Teilnehmerzahl,

in Soest kamen 500 zum Protest (plus 100 Teilnehmer an einer Gegendemo, zu der Extinction Rebellion aufgerufen hatte (XR).

In Lünen schloss sich an die Corona-Demo mit mehreren Hundert Teilnehmern eine Menschenkette mit 350 Personen an, die gegen Rechtsextremismus demonstrierten (da der Veranstalter der „Montagsspaziergänge“ in Lünen ein polizeibekannter Neonazi ist).

Zwischen 150 und 200 Beteiligte fand schließlich der angemeldete „Montagsspaziergang“ in Unna, wo am Freitag, 21. Januar, von 17 bis 19.30 Uhr zusätzlich eine Kundgebung auf dem Rathausplatz angemeldet ist. Das Thema:  „Wege aus der Krise zurück in die Freiheit“.

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