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Kostenstreit um Unnas Eissport eskaliert abermals: KJEC wirft Stadt für Traghalle bewusste Kostenverdoppelung vor

Kostenstreit um Unnas Eissport eskaliert abermals: KJEC wirft Stadt für Traghalle bewusste Kostenverdoppelung vor

Wird das Abbruchbild aus der geschlossenen Unnaer Eissporthalle zum Sinnbild für die Zukunft des Eissports? (Archibild/ c/o Rinke)

Statt 4 bis 5 Millionen Euro kostet eine  Traglufthalle für den Unnaer Eissport (auf dem ehemaligen Freizeitbadgelände Massen) plötzlich doppelt so viel? Die Stadt kommt jedenfalls auf  10,3 Millionen Euro?

Über die Kostenschätzung,  die Unnas 1. Beigeordneter Jens Toschläger am vergangenen Donnerstag dem Stadtrat vorstellte (HIER), ist der antragstellende Königsborner Eishockeyclub KJEC erzürnt.

„Es wurden maßgebliche Posten doppelt berechnet“,

unterstrich Michael Weber vom Eishockeyclub am Dienstag (9. 11.) gegenüber unserer Redaktion. Als Beispiele nannte er die Technik oder das Dach.

Zusammen mit einer umfangreichen Kostengegenüberstellung zur Belegung dieser Doppelberechnungen zieht Weber für den KJEC in einer Pressemitteilung vom Nachmittag das Fazit:

„Diese falsche Kostendarstellung muss in der Öffentlichkeit und dem Rat mitgeteilt werden. Und es muss öffentlich dazu Stellung genommen werden. Durch die Stadtverwaltung – Herrn Jens Toschläger.“

Dazu komme, dass der KJEC einen klaren Auftrag erhalten habe – durch die Stadtverwaltung, in Anwesenheit von Bürgermeister Dirk Wigant, Beigeordneten Jens Toschläger, Bürgermeisterreferent Oliver Boer und für den KJEC Axel Schwarzfeller und Michael Weber.

Der Verein sollte demnach „eine Kostenschätzung erstellen für den Neubau einer Eissporthalle mit einem Traglufthallendach komplett inklusive der Bodenplatte. Und das unter 4.000.00 Euro (netto) – exakte Rückfrage beim Bürgermeister im Gespräch durch Michael Weber. Sämtliche Infrastruktur, Genehmigungen gehen zu Lasten der Stadt Unna, da der KJEC dieses nicht beeinflussen oder berechnen kann.“

Der KJEC sicherte in diesem Zuge zu, den Betrieb der Eissporthalle ohne weitere Zuschüsse durch die Stadt für die kommenden 30-40 Jahre zu betreiben. Weiterhin sicherte der KJEC zu in den Vormittagsstunden – kostenlose Laufzeiten für die Schulen der Stadt Unna zu gewährleisten.

Weber machte in einem Telefonat mit unserer Redaktion deutlich: Die Politik, die jetzt ihre Entscheidung über die Traglufthalle treffen muss, müsse die im Wissen über das tun, was nunmehr auf dem Tisch liege. Mit den Grünen und der CDU habe er noch unmittelbar nach der Ratssitzung gesprochen und die Zusage mitgenommen, man wolle sich das ansehen. Weitere Reaktionen darauf seien bislang nicht erfolgt.

Screenshot aus der Power Point Präsentation der Stadt Unna / 4. 11. 2021

Pressemitteilung von Michael Weber, KJEC:

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