HomePolizeiberichtDortmund

Rätselhafter Mordversuch: Sohn (17) stach mit Küchenmesser auf Vater ein – dieser hatte sich gerade schlafen gelegt

Rätselhafter Mordversuch: Sohn (17) stach mit Küchenmesser auf Vater ein – dieser hatte sich gerade schlafen gelegt

Messer, Symbolbild - Redaktion AaH

„Vater vom eigenen Sohn beinahe umgebracht“ – diese Meldung, die unsere Redaktion am Samstag veröffentlichte, löste bei unseren Lesern Entsetzen und Betroffenheit aus.

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Dortmund hielten sich zu der Bluttat eines 17-Jährigen am eigenen Vater zunächst bedeckt. Inzwischen wurden einige Hintergründe zu der Attacke bekannt, die die Staatsanwaltschaft als versuchten Mord wertet.

Demnach alarmierten Zeugen im Dortmunder Nordosten am späten Samstagnachmittag, 31. Oktober, die Polizei, weil aus der Wohnung eines Mehrfamilienhauses laute Schreie schallten.

Die Beamten trafen einen 17-jährigen Jugendlichen an, der sich widerstandslos festnehmen ließ.

Der minderjährige Spanier hatte nach bisherigen Erkenntnissen seinen Vater in der Dachgeschosswohnung des Hauses mit einem großen Küchenmesser angegriffen, als sich der 55-Jährige gerade zum Schlafen gelegt hatte. Offenbar schnitt sich der Jugendliche danach noch selbst in den Oberschenkel und fing sodann durchdringen zu schreien an.

Dieses Gebrüll schreckte Nachbarn auf.

Für den schwerstverletzten Vater des Jungen ging es buchstäblich um jede Minute. Ein Messerstich war in die Lunge des Spaniers eingedrungen – er schwebte in akuter Lebensgefahr. Eine Notoperation im Klinikum Dortmund rettete das Leben des Mannes knapp.

Als der Schwerstverletzte vernehmungsfähig war, berichtete er der Kripo, dass der Tag ganz normal verlaufen sei. Er könne sich den tückischen Angriff seines Sohnes komplett nicht erklären.  Der 17-Jährige selbst schweigt sich aus, soll alsbald psychologisch untersucht werden. Die Staatsanwaltschaft tappt bezüglich des Motivs im Dunkeln.

Seit Sonntag sitzt der Jugendliche mit dem schweren Vorwurf „versuchter Mord“ in Untersuchungshaft.

 

Kommentare

WORDPRESS: 1