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Freude, Erleichterung, Sorge, Kritik: Ab heute darf die Maske im Unterricht fallen

Freude, Erleichterung, Sorge, Kritik: Ab heute darf die Maske im Unterricht fallen

Auch im Klassenzimmer wieder ohne Maske lernen - das ist ab dem 4. April allen nordrhein-westfälischen Schülerinnen und Schülern wieder erlaubt. Fynn, Gesamtschüler aus Fröndenberg, ist erleichtert über die Lockerung. Andere Kinder und Jugendliche werden die Maske aus freier Entscheidung weitertragen. (Foto: A. Reichert)

Wer möchte, darf sie weiter tragen. Doch am festen Platz im Klassenzimmer ist die Maske ab dem heutigen Dienstag, 2. November, in allen nordrhein-westfälischen Schulen kein „Muss“ mehr.

Die Maskenpflicht auf den Schulfluren, auf dem Weg in die Pause etc. besteht weiterhin. Doch sobald die SchĂĽlerinnen und SchĂĽler an ihrem Platz in der Klasse sitzen, dĂĽrfen sie den Mund-Nasenschutz nun abnehmen.

Das Schulministerium NRW hat dies in seiner aktuellen Schulmail bestätigt. Darin heißt es:

„Die Landesregierung hat beschlossen, die Maskenpflicht am Sitzplatz fĂĽr die SchĂĽlerinnen und SchĂĽler aller Schulformen mit Beginn der zweiten Schulwoche nach den Herbstferien aufzuheben. Dies erscheint unter WĂĽrdigung aller Umstände – insbesondere der besonderen Gewichtung der entwicklungspsychologischen und pädagogischen Bedeutung eines „normalisierten“ Schulbesuchs – zum jetzigen Zeitpunkt möglich.“

Der Verzicht auf die Maskenpflicht zu diesem Zeitpunkt ist unter Eltern- und Lehrerverbänden und Jugendärzten umstritten. Doch:

Keine Schule darf sich ihre eigenen Regeln machen. Die Schulleitung kann der Schulgemeinschaft empfehlen, weiterhin auch am Platz die Maske zu tragen, da die Neuinfektionszahlen bekanntlich landes- wie bundesweit ansteigen. Doch eine Verpflichtung darf daraus nicht erwachsen, weder für die Kinder und Jugendlichen noch für die Lehrkräfte. Will ein Schüler weiter freiwillig  Mund-Nasenschutz tragen, darf er dies natürlich tun. Doch er darf eben nicht dazu gezwungen werden, weder von der Schulleitung noch von einer Lehrerin oder einem Lehrer.

In seiner Schulmail führt das Minsterium dazu aus: 

  • Die Coronabetreuungsverordnung wird ab 2. November 2021 fĂĽr SchĂĽlerinnen und SchĂĽler keine Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen mehr vorsehen, solange die SchĂĽlerinnen und SchĂĽler in Klassen- oder Kursräumen auf festen Sitzplätzen sitzen.
  • Die Maskenpflicht entfällt auch bei der Betreuung im Rahmen von Ganztags- und Betreuungsangeboten, beispielsweise in Offenen Ganztagsschulen, fĂĽr die SchĂĽlerinnen und SchĂĽler, wenn sie an einem festen Platz sitzen, etwa beim Basteln oder bei Einzelaktivitäten.
  • Das Tragen von Masken auf freiwilliger Basis ist weiterhin zulässig.
  • Befinden sich die SchĂĽlerinnen und SchĂĽler nicht an einem festen Sitzplatz, suchen sie ihn auf oder verlassen sie ihn, besteht weiterhin die Pflicht zum Tragen einer Maske. Davon abgesehen bleibt es bei den bereits bekannten Ausnahmen von der Maskenpflicht im Schulgebäude, vgl. § 2 Absatz 1 Satz 2 Coronabetreuungsverordnung.
  • FĂĽr Lehrkräfte, Betreuungskräfte und sonstiges Personal entfällt die Maskenpflicht im Unterrichtsraum, solange ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu den anderen Personen im Raum eingehalten wird.
  • FĂĽr das schulische Personal entfällt die Maskenpflicht auch bei Konferenzen und Besprechungen im Lehrerzimmer am festen Sitzplatz.
  • FĂĽr die Gremien der Schulmitwirkung gelten die bisherigen Regelungen, die sich an der Coronaschutzverordnung orientieren, fort.
  • Im AuĂźenbereich der Schule besteht auch weiterhin fĂĽr alle Personen keine Maskenpflicht.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales wird einen modifizierten Erlass zu den Auswirkungen der Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen auf die Quarantäneentscheidungen bei Kontaktpersonen schaffen. Die wichtigste Neuregelung daraus ist:

Tritt in einem Klassen- oder Kursverband ein Infektionsfall auf, ist die Quarantäne von Schülerinnen und Schülern ab sofort in der Regel auf die nachweislich infizierte Person sowie die unmittelbare Sitznachbarin oder den unmittelbaren Sitznachbar zu beschränken. Vollständig geimpfte oder genesene Personen ohne Symptome sind von der Quarantäneanordnung weiterhin ausgenommen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales beabsichtigt, den vorgenannten Erlass in den kommenden Tagen an die Gesundheitsämter zu versenden. Wir werden Sie über den weiteren Inhalt zu Beginn der nächsten Woche entsprechend informieren.

Des Weiteren gelten die bekannten Regelungen zur sogenannten „Freitestung“ von engen Kontaktpersonen fort. Dies bedeutet, dass die Quarantäne der Schülerinnen und Schüler frühestens am fünften Tag der Quarantäne durch einen negativen PCR-Test oder einen qualifizierten hochwertigen Antigen-Schnelltest vorzeitig beendet werden kann. Bei einem negativen Testergebnis nehmen die Schülerinnen und Schüler sofort wieder am Unterricht teil.

Ein solches Vorgehen ist vertretbar, wenn die eingeübten und bewährten Schutzmaßnahmen wie Lüften und Einhalten der Hygieneregeln auch weiterhin konsequent umgesetzt werden. Dieser Reihe von – zum Teil sehr aufwändigen – Schutzmaßnahmen, vor allem aber auch dem umsichtigen Verhalten aller Verantwortlichen in unseren Schulen, ist zu verdanken, dass ein Verzicht auf die Maskenpflicht im Unterricht möglich ist.“

Quelle Land NRW

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