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Abschied ohne Tränen von Wizz Air am Airport – „Kein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge“

Abschied ohne Tränen von Wizz Air am Airport – „Kein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge“

Im Morgengrauen zum fröhlichen Abschied am Airport Dortmund. - Foto SGF

Sonntag, 24.10.2021, in aller Herrgottsfrühe zwischen 05:30 und 06:30 Uhr: Fluglärmgegner verabschieden die letzte am Dortmunder Flughafen stationierte Wizz Air-Maschine.
Mit SGF-Schutzwesten bekleidet, ausgestattet mit Trillerpfeifen, Transparenten, Bannern und Abschiedstüchern.

25 Aktivisten der Schutzgemeinschaft Fluglärm (SGF) weinten dem letzten Wizz Air-Flieger bei seinem Abflug in die Ukraine keine Träne nach. Verschreckt reagierten die eincheckenden Passagiere anlässlich des Lärms, den die SGF-Leute im Terminalgebäude kurzzeitig veranstalteten, bilanziert SGF-Chef Mario Krüger. Jedoch:

„Für die Flughafen-Anwohner ist Lärm ein tagtägliches Erlebnis. Jede Morgen werden sie ab 06:00 Uhr aus dem Schlaf gerissen und das sowohl an den Wochenende als auch an normalen Wochentagen.“

Das haben die Aktivisten den Beteiligten ins Bewusstsein rufen wollen.

Foto SGF

„Deutlich wurde allerdings angesichts der Ziele auf den Anzeigentafel auch an diesem Tag, dass die in aller Herrgottsfrühe abgewickelten Flüge nicht den geringsten Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Dortmund leisten,“ so Mario Krüger.

„Die Maschine nach Charkiw wird hauptsächlich von Menschen genutzt, die sich aus finanziellen Gründen zu Billig-Löhnen in der deutschen Fleisch-, Pflege- oder in der Bauindustrie verdingen müssen. Und der von den Stadtwerken hochsubventionierte Flughafen schafft die Voraussetzungen, dass diese Arbeitnehmer für wenig Geld ihre Angehörigen in den Heimatländer besuchen können. Er ist damit Teil einer Kette auf deren Grundlage prekäre Beschäftigungsverhältnisse abgewickelt werden. Gehört dies zum Umfang der kommunalen Daseinsvorsorge? Nach unserer Auffassung nicht!“

Quelle: Pressemitteilung SGF

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