Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) warnt vor zu vielen Windrädern im Meer.
Die Ausbauziele der Bundesregierung seien zu hoch gesteckt: Statt der bis 2045 geplanten Windparks mit einer Leistung von 70 Gigawatt fordert die Vertretung der Stadtwerke eine Obergrenze von 50 Gigawatt. Der Grund:
Stehen zu viele Windräder auf zu engem Raum auf See, nehmen sie sich gegenseitig den Wind weg. Die Stromerträge sinken, während die teuren Seekabel und Netze die Stromrechnung für Haushalte und Betriebe unnötig verteuern.
Gegenseitige Abschattung mindert Stromertrag
Anlässlich einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestags zur Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes verweist der Verband auf den sogenannten Abschattungseffekt: Stehen Windkraftanlagen auf See zu nah beieinander, bremsen sie den Windstrom für die dahinterstehenden Räder ab.
Gleichzeitig steigen die Aufwendungen für die Netzanbindung im Meer sowie für den Ausbau der Stromnetze an Land. Diese Zusatzkosten werden am Ende über die Stromrechnung auf Verbraucher und Gewerbebetriebe umgelegt. Entscheidend sei nicht die installierte Nennleistung auf dem Papier, sondern die tatsächlich erzeugte Strommenge.
Flächen in europäischen Partnerländern nutzen
Um hohe Stromerträge zu sichern und die Gesamtkosten zu begrenzen, unterstützt der Verband die geplante Öffnung für Meeres-Windparks in den Gewässern europäischer Partnerstaaten. Dort stünden Flächen mit günstigeren Windbedingungen zur Verfügung.
Zudem werden Anpassungen bei den Vergabeverfahren gefordert:
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Kleiner Vergabe-Zuschnitt: Flächen für neue Windräder im Meer sollen auf kleineren Bauraum begrenzt werden.
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Bieter-Begrenzung: Ein Investor soll pro Jahr den Zuschlag für höchstens ein Projekt erhalten können.
Ziel dieser Vorgaben sei es, Monopolbildungen von Großkonzernen zu verhindern, den Wettbewerb zu stärken und das Risiko von Pleiten oder Verzögerungen bei Großprojekten zu streuen.
Quelle: Verband kommunaler Unternehmen

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