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Ab 6. Geburtstag monatlich 10 € Steuergeld fürs Alter: Thews (SPD) begrüßt neue Frühstartrente

Ab 6. Geburtstag monatlich 10 € Steuergeld fürs Alter: Thews (SPD) begrüßt neue Frühstartrente

Kinder werden künftig bereits ab dem 6. Lebensjahr mit monatlich 10 Euro beim Aufbau einer zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge unterstützt:

Mit der heute (14. 10.) beschlossenen Frühstartrente geht die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD den nächsten Schritt bei der Modernisierung der Altersvorsorge in Deutschland, verkündet der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Thews (Nordkreis Unna).

„Bis zum 18. Geburtstag kommt so eine Summe von 1440 Euro zusammen. Bei einer durchschnittlichen Rendite wachsen die staatlichen Zulagen bis zum 65. Geburtstag auf rund 53.000 Euro.

Hinzu kommt die Möglichkeit privater Zuzahlungen“, zählt Thews auf. Er unterstreicht:

„Langfristiger, kapitalmarktorientierter Vermögensaufbau funktioniert besonders gut, wenn man früh damit anfängt. Genau da setzen wir mit der Frühstartrente an. Wir geben jungen
Menschen einen ersten eigenen Baustein für ihre Altersvorsorge und ermöglichen ihnen gleichzeitig, früh Erfahrungen mit dem Kapitalmarkt zu sammeln.“

Die Frühstartrente startet zum 1. Januar 2027 mit den Jahrgängen 2020 und 2021.

Für den Jahrgang 2020 wird die Förderung rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 gewährt. Danach kommt jedes Jahr ein weiterer Jahrgang hinzu.

Der Staat zahlt für jedes anspruchsberechtigte Kind monatlich 10 Euro Steuergeld in die Altersvorsorge ein. Kern des Modells ist das bereits mit der Reform der privaten Altersvorsorge geschaffene Standarddepot.

Michael Thews, SPD MdL

„Das Entscheidende ist: Wir bauen hier kein neues System neben die private Altersvorsorge, sondern denken beides zusammen. Deshalb war es auch richtig, dass wir zuerst die private Altersvorsorge reformiert haben, auf der die Frühstartrente jetzt aufbaut“, so Thews. „Ein Kind kann mit 6 Jahren mit dem Standarddepot starten und dieses grundsätzlich bis ins Rentenalter
weiterführen.

Altersvorsorge wird damit wesentlich einfacher: Ich muss nicht ständig neue Produkte suchen und wechseln, sondern kann auf einem durchgängigen System aufbauen.“

Auch nach dem 18. Geburtstag kann das Standarddepot weitergeführt und im Rahmen der geförderten privaten Altersvorsorge weiter bespart werden. Damit, so Thews, „entsteht
erstmals eine durchgängige Vorsorgelogik vom Kindesalter bis zur Rente.“

Besonders wichtig ist Thews, dass die Frühstartrente tatsächlich alle Kinder erreicht.

„Die Altersvorsorge der Kinder darf nicht davon abhängen, ob die Eltern sich mit ETFs und Altersvorsorgeprodukten auskennen oder rechtzeitig einen Vertrag abschließen“,
betont Thews. „Deshalb fangen wir mit der kollektiven Anlage jedes Kind auf.“

Für die kollektive Anlage wurden im parlamentarischen Verfahren klare Vorgaben beschlossen. Die Mittel sollen breit gestreut und weltweit in Aktien und Aktienfonds investiert werden, um den langen Anlagehorizont der Kinder konsequent für den Vermögensaufbau zu nutzen.

Ein weiterer zentraler Baustein ist das öffentlich verwaltete Standarddepot, das bereits mit der Reform der privaten Altersvorsorge beschlossen wurde. Auch dieses soll künftig für die Frühstartrente zur Verfügung stehen.  „Es soll einfach, transparent und besonders kostengünstig sein. Private Anbieter werden zeigen müssen, dass sie mindestens ebenso gute Produkte anbieten können. Es liegt jetzt am Bundesministerium der Finanzen, die dafür nötige Verordnung zeitnah auszuarbeiten.“

Neben dem Vermögensaufbau verfolgt die Frühstartrente ausdrücklich auch ein Bildungsziel. „Kinder können mit der Frühstartrente ganz konkret erleben, was langfristiges Sparen bedeutet, wie Rendite entsteht, warum Kurse schwanken und weshalb ein langer Anlagehorizont wichtig ist.“ Geplant ist, dass die Entwicklung der Kollektivanlage bei der Bundesbank einfach auf der
Homepage der Bundesbank einsehbar sein wird.  „Ich könnte mir vorstellen, dass auch die privaten Anbieter Lösungen entwickeln, mit denen die Kinder die Entwicklung ihrer Depots tagesaktuell abrufen können.“

Quelle M. Thews (SPD)

 

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