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Umfragebeben für NRW: Wüsts CDU auf 5-Jahres-Tief – AfD erstmals Nr. 2 – SPD rutscht auf Platz 4 – Linke verdoppelt

Umfragebeben für NRW: Wüsts CDU auf 5-Jahres-Tief – AfD erstmals Nr. 2 – SPD rutscht auf Platz 4 – Linke verdoppelt

(Ministerpräsident Hendrik Wüst, Screenshot aus einer Pressekonferenz im Landtag NRW 2022.)

Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern und die Wahlen zum Stadtparlament in Berlin dominieren noch die Schlagzeilen, da folgt für die Regierungsparteien der nächste Umfrageschock.

Erstmals seit fast 5 Jahren stürzt die regierende CDU in Berlin mit ihrem Ministerpräsidenten Hendrik Wüst auf unter 30 Prozent, und zum ersten Mal überhaupt steigt die AfD im bevölkerungsreichsten Bundesland auf Platz 2 in der Wählergunst.

In einer am Mittwoch (23. September) veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa – 7 Monate vor der NRW-Landtagswahl im April 2027 – bleibt die CDU um Ministerpräsident Hendrik Wüst zwar stärkste Kraft, verliert jedoch gegenüber der letzten NRW-bezogenen Umfrage von Infratest Dimap und auch im Vergleich der letzten Forsa-Umfrage im April 3 Prozentpunkte auf jetzt 29 Prozent. Auf diesem Wert stand die NRW-CDU zuletzt im April 2022. 

  • Wüsts Regierungspartner, die Grünen, machen gleichzeitig wieder Boden gut und steigen mit 18 Prozent auf ihren höchsten Umfragewert seit November 2023 und erreichen wieder exakt ihr Ergebnis der Landtagswahl vor viereinhalb Jahren.
  • Gleichbleibend bescheiden bleibt im einstigen Stammland der SPD die Beliebtheit der Sozialdemokraten, die auf 14 Prozent verharren. Bei der letzten Landtagswahl hatten sie 26 Prozent geholt – und auch das war damals schon historisch schlecht für NRW.
  • Die FDP, derzeit noch im Landtag vertreten, rutscht um zwei Punkte unter die 5-Prozent-Hürde und flöge damit auch in Nordrhein-Westfalen aus dem Landtag.
  • Sicher drin wäre hingegen mit 8 Prozent die LINKE, die bei der letzten Landtagswahl 2022 haarscharf den Einzug in den Landtag verpasste.

Hendrik Wüst könnte bei einem solchen Wahlausgang zwar mit den Grünen weiterregieren, seine CDU würde jedoch Sitze einbüßen und sähe sich im neuen Landesparlament einer viermal  so großen AfD gegenüber.

 

 

Der dem linken CDU-Flügel zugerechnete NRW-Ministerpräsident wurde in den letzten Wochen der massiven Kritik an Kanzler Friedrich Merz als einer von zwei möglichen Nachfolgern im Kanzleramt gehandelt (der zweite wäre der bayrische Ministerpräsident Markus Söder).

Am vergangenen Wochenende mit dem historischen Desaster für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern – sie flog erstmals in der Nachkriegszeit aus einem Landesparlament – wurde jedoch deutlich, dass Hendrik Wüst aktuell keine Ambitionen auf das höchste Regierungsamt hegt.

Quellen: Wahlrecht.de, eigene Recherchen

 

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