Die Alternative für Deutschland (AfD) steht eine Woche nach ihrem historischen Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt (fast 44 Prozent) und knapp eine Woche vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin auf ihrer nächsten historischen Marke.
Erstmals seit ihrem Bestehen wird sie bei einer bundesweiten Umfrage bei 30 Prozent Zustimmung gesehen und baut ihren Vorsprung vor der Union auf Zweistelligkeit aus.
Die Umfrage veröffentlichte das Meinungsforschungsinstitut GMS am heutigen Montag, 14. September.

(Quelle: Wahlrecht.de)
- Jeder dritte Befragte würde sich demnach, wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, für die AfD entscheiden. Das sind gegenüber der letzten Umfrage dieses Instituts vom Juli 2 Prozentpunkte mehr.
- Die Union verliert gleichzeitig gleich 3 Punkte und kommt auf 20 Prozent. Damit liegt sie ebenfalls erstmalig in einer deutschlandweiten Wählerbefragung doppelstellig hinter der AfD.
- Die zweite Regierungspartei, die SPD, notiert GMS in der neuesten Befragung zum wiederholten Mal auf ihrem historisch schlechtesten Wert von 11 Prozent –
- auf denselben Wert kommt die LINKE, die um einen Punkt zulegen kann.
- Auch die Grünen legen mit 14 Prozent einen Punkt zu,
- die FDP rutscht hingegen erneut auf unter 5 Prozent ab und kommt auf 4 Prozent,
- ebenso wie das BSW, das allerdings in der letzten Befragung noch 3 Prozent hatte.
Auch eine neue Umfrage für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin (am nächsten Sonntag, 20. September) erschien am heutigen Montag, veröffentlicht vom Institut Insa:
- Hier liegt die CDU jetzt gleichauf mit der LINKEN mit jeweils 20 Prozent,
- dahinter kommen die AfD mit 18,
- die Grünen mit 16
- und die SPD mit 12 Prozent.
Rechnerisch würde es bei einem solchen Wahlergebnis für verschiedene Koalitionen reichen, die – anders als in Sachsen-Anhalt – alle komfortable Mehrheiten jenseits der AfD vorweisen könnten.
Sowohl die AfD als auch die LINKE hätten ihr Ergebnis gegenüber der Abgeordnetenhauswahl vom 23. 2. 2023 jedoch glatt verdoppelt.
In Mecklenburg-Vorpommern, wo ebenfalls am Sonntag der Landtag neu gewählt wird und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mit ihrer Kampagne „Die Frau gegen Blau“ alles auf eine Karte setzt, führt die AfD je nach Umfrageinstitut wenige Tage vor der Wahl deutlich oder mit geringerem Abstand zur SPD.
Die CDU hingegen muss in „MeckPomm“ sogar befürchten, aus dem Landtag zu fliegen – das wäre ein weiterer historischer Meilenstein und mit ziemlicher Sicherheit zugleich das Ende von Friedrich Merz´ Kanzlerschaft.

Quelle: Wahlrecht.de

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