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„Melkt die Partei aus wie ein billiges Nutztier“ – Jusos Kreis Unna fordern nach Wahl-Debakeln Rücktritt von Lars Klingbeil

„Melkt die Partei aus wie ein billiges Nutztier“ – Jusos Kreis Unna fordern nach Wahl-Debakeln Rücktritt von Lars Klingbeil

Er „melkt die Partei aus wie ein billiges Nutztier“.

Schwere Geschütze fährt der SPD-Nachwuchs im Kreis Unna gegen Bundesparteichef Lars Klingbeil auf. Er müsse zurücktreten, so die Forderung der Jungsozialisten (Jusos).

In einer Pressemitteilung begründen die Heranwachsenden ihren Vorstoß wie folgt:

„Die SPD steckt bundespolitisch in einer schweren Krise. Seit Jahren folgt eine Wahlniederlage der nächsten. Mit dem kläglichen Zusammenbruch der SPD in Baden-Württemberg und der deutlichen Wahlniederlage in Reinland-Pfalz erreicht die Krise einen neuen Höhepunkt.

Die SPD krankt fundamental. Sie ist keine Arbeiterpartei mehr, sie ist auch keine Volkspartei mehr und ein inhaltliches Profil ist selbst für die eigenen Genossen fast unmöglich zu erkennen.

Doch was tut eigentlich die Parteispitze der SPD? Einfach immer weiter so!

Bundesfinanzminister, Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil im September 2025 bei einer Veranstaltung der Sparkasse UnnaKamen in Unna. (Foto Rundblick Unna)

Wer sich Interviews von Lars Klingbeil anguckt, könnte glatt ein Phrasenbingo gewinnen. Es gibt keinerlei Selbstkritik, keine Verantwortung, keine Veränderung.

Sozialdemokraten standen immer für eine klare, aufrichtige und dem Menschen zugewandte Politik. Heute stehen SPD-Politiker im Bund nur noch für den Machterhalt der eigenen Partei.
Der Parteivorsitzende Lars Klingbeil ist dafür das beste Beispiel.

Ein Mann, der am Tag der größten Wahlniederlage der SPD die Partei ausmelkt wie ein billiges Nutztier. Parteivorsitz, Fraktionsvorsitz, Finanzminister, Vize-Kanzler. Es gibt kein Amt, dass sich Lars
Klingbeil nicht gegriffen hat. Doch Qualifikation oder Rückhalt aus der Partei haben bei dieser fast schon unverschämten Machtkonzentration längst keine Rolle mehr gespielt.

Wir als Jusos Kreis Unna können diese Ignoranz nicht weiter ertragen. Deshalb fordern wir eine umfassende inhaltliche Aufarbeitung zum Zustand der SPD und den Rücktritt des Parteivorsitzenden.

Auch Bärbel Bas muss jetzt Verantwortung übernehmen und darf sich nicht mehr wegducken. Nur wer den Ernst der Lage verstanden hat und alles für eine Verbesserung tut, sollte diese Partei noch führen
dürfen.“

Pressemitteilung Jusos im Kreis Unna

Kommentare

WORDPRESS: 2
  • Claudia Woelke-Bildstein vor 2 Tagen

    Tja,
    wer hört schon auf die Jugend?
    Die CDU hörte im Bereich der weiter Jahrzehnte belastende Finanzierung der Rente nicht auf die ihre Jugend, die sie tragen werden MÜSSEN.
    (ist ja nur ein Sondervermögen)

    …und Buttersemmeln schmecken in den Genossen wahrscheinlich auch besser als trockene Margarineknifften.

    Dann ist die Nation auch noch verwundert, dass in Rheinland-Pfalz junge Staatsbürger blau wählen.
    Finden Sie den Fehler@

  • Nun ja. Die Profilierung Einzelner, ohne wesentliche Kenntnisse, übrigens auf allen Ebenen der Partei, bleibt das Problem an sich.
    Die Komplexität dessen, was ist, wird durch eigenes Nichtwissen und Erfahrungen ignoriert. Persönlichkeiten mit hohem Wissens- und Bildungsstandard werden mit Ideologie ausgegrenzt und bekämpft. Solidarität, einst ein Markenzeichen der SPD, ist durch Einzelkämpfertum ausgeschlossen. Das Klientel folgt nicht mehr. Der Sterbeprozess ist eingeleitet.