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Betrunkener Fahrer floh – Unfall mit 2 Toten (89, 83) auf alter B1 in Soest

Betrunkener Fahrer floh – Unfall mit 2 Toten (89, 83) auf alter B1 in Soest

(Foto von Frank Brockbals)

Auf der alten B1 bei Soest sind am Nachmittag des Neujahrstages bei einer Frontalkollision  zwei Menschen gestorben.

Der Fahrer des zweiten Autos  flüchtete zunächst. Die Polizei fahndete mit einem Hubschrauber, der auch über Fröndenberg in Richtung Osten fliegend zu sehen war.

Den wahrscheinlichen Grund für die Flucht teilte die Polizei am Dienstag in ihrer Unfallzusammenfassung mit: Der 33-Jährige hatte sich alkoholisiert ans Steuer gesetzt.

Zu der Tragödie kam es gegen 16:20 Uhr auf der Werler Landstraße (alte B1) bei Soest-Ampen. Ein 33-jähriger Soester fuhr mit seinem VW Golf aus Ostönnen kommend in Richtung Ampen, als er in Höhe Hausnummer 288 auf die Gegenfahrbahn geriet.

Dort prallte er frontal mit einem entgegenkommenden Renault Twingo zusammen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge auf die Grünfläche geschleudert und kamen dort zum Stillstand.

Der 89-jährige Fahrer des Renault Twingo aus Neukirchen-Vluyn und seine 83-jährige Beifahrerin aus Dortmund verstarben noch an der Unfallstelle.

Der 33-jährige Soester flüchtete zunächst zu Fuß vom Unfallort. Ein Polizeihubschrauber wurde zur Fahndung eingesetzt.

Letztendlich kehrte der Soester zur Unfallstelle zurück und stellte sich.

Er wurde zur Behandlung seiner durch den Unfall erlittenen Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert.

Darüber hinaus stellten die Polizeibeamten fest, dass der 33-Jährige alkoholisiert war.

Die Staatsanwaltschaft Arnsberg ordnete eine Blutprobenentnahme und die Sicherstellung seines Führerscheins an. Die Fahrzeuge, an denen Totalschaden entstand, wurden sichergestellt.

Ein Unfallaufnahmeteam der Kreispolizeibehörde Paderborn und ein Unfallsachverständiger wurden hinzugezogen, um die Unfallspuren zur Rekonstruktion des Unfalles genaustens zu dokumentieren.

Die Werler Landstraße wurde für die Dauer der Unfallaufnahme komplett gesperrt und gegen 00:30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

Foto von Frank Brockbals

 

COMMENTS

WORDPRESS: 2
  • schmunzler 2 Jahren ago

    Die genaue Unfallursache ist noch völlig offen. Wie in jedem Rechtsstaat beginnen nun die Ermittlungen, inwieweit der Alkohohleinfluß oder mögliche andere Faktoren (technische Mängel, glatte Fahrbahn, schlechte Reifen, geblendet durch Licht, Nutzung des Handy, Ausweichmanöver, etc.) verursacht wurde. Die Polizei gibt an, das sie vor Auswertung der Blutentnahme noch nicht sagen kann, wie stark der Unfallbeteiligte alkoholisiert war. Ob die strafbare Unfallflucht kalkuliert oder wie oft geschehen im Schockzustand aufgrund einer Überforderung in dieser Extremsituation geschah, kann man der Unfallerstmeldung nicht genau entnehmen. Unglaublich, wie der „Lynchmob“ in den Netzwerken schon wenige Stunden nach dem Unfall sein abschließendes Urteil fällt. Wenn man sich die Strafforderungen der Leser beim Partnerportal des Ausblicks durchliest, bevor die Ermittlungen der Polizei überhaupt richtig begonnen haben, ist das schon fast beängstigend.

    • Solche Vorverurteilungen geschehen leider reflexartig regelmäßig, Schmunzler. Die Ermittlungen werden auch nicht in zwei Tagen beendet sein. Dies wird ein langwieriges Verfahren.