Raserei im Blindflug, ein Porsche mit 164 km/h, ein geliehener Wagen ohne Führerschein und ein Schwerlast-Lkw mit komplett profilierten Reifen: Bei einem Sondereinsatz im Märkischen Kreis zog die Polizei am Mittwoch schwere Verkehrsverstöße aus dem Verkehr.
Die Direktion Verkehr der Polizei Halver hatte bei gezielten Kontrollen auf der B229 und der B54 die Hauptunfallursachen Geschwindigkeit und Fahrtüchtigkeit im Visier. Die ernüchternde Bilanz des Tages: Insgesamt 55 Verkehrsverstöße wurden geahndet.
Raser-Spitzenreiter auf der B229: 172 km/h bei erlaubten 100
Besonders rücksichtslos zeigten sich Raser im Bereich Schmalenbach auf der B229:
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Ein Hyundai-Fahrer aus der Region wurde mit rasanten 172 km/h gemessen – bei erlaubten 100 km/h. Das Ergebnis: 600 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und zwei Monate Fahrverbot.
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Kurz darauf raste ein Porsche-Fahrer mit 164 km/h in dieselbe Messstelle. Ihn erwarten 480 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.
Führerscheindiebstahl und Lkw mit lebensgefährlichen Reifen
Ebenfalls auf der B229 stoppten die Einsatzkräfte einen Autofahrer, der ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war. Um den Betrug zu vertuschen, gab er zunächst falsche Personalien an, flog jedoch auf. Da er den Wagen zudem ohne das Wissen des Eigentümers nutzte, kommen nun gleich mehrere Strafanzeigen auf ihn zu.
Für ungläubiges Staunen sorgte zudem ein kontrollierter Lkw: Der Lastwagen war nicht nur zu schnell unterwegs, seine Reifen hatten praktisch keinerlei Profil mehr („Slicks“). Die Polizei untersagte die Weiterfahrt sofort, stellte einen Mängelbericht aus und leitete Bußgeldverfahren gegen den Fahrer sowie den Halter ein.
Positives Fazit bei Alkohol- und Drogentests
Am Nachmittag verlagerten die Beamtinnen und Beamten die Kontrollstelle auf die B54 nach Lüdenscheid, um die Fahrtüchtigkeit zu überprüfen. Hier gab es ein erfreuliches Ergebnis: Bei den Kontrollen stand kein einziger Fahrer unter Alkohol- oder Alkoholeinfluss. Beanstandet wurden lediglich kleinere formale Mängel wie fehlende Papiere oder unvollständige Verbandskästen.
Die Polizei kündigte an, solche harten Kontrollen im Kreisgebiet konsequent fortzusetzen.
Quelle KPB MK

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