Ein Noteinsatz für ein junges Mädchen führte am Samstag, 17. Oktober, in Iserlohn zu einem schweren Angriff auf Polizeibeamte. Zwei wurden so erheblich verletzt, dass sie ihren Dienst abbrechen mussten.
Dem Angriff voraus ging gegen 14 Uhr eine Notfallmeldung, berichtete am Abend der Polizeisprecher des Märkischen Kreises, Marcel Dilling.
„Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr erhielten Kenntnis von einem schwer verletzten 14-jährigen Mädchen in einer Wohnung an der Elisabethstraße. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht die Polizei von einem Unfall aus.“
Das Mädchen wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik gefahren.
Während der Sachverhaltsklärung sammelten sich Schaulustige vor dem Haus. Um den Abtransport der Verletzten zu ermöglichen, sperrten Polizeibeamte den Bereich ab.
Daraufhin eskalierte die Situation.
„Ein Anwohner versuchte die Absperrung zu überwinden. Nach mehreren Ermahnungen wurde er verbal ausfallend, beleidigte einen Polizisten und griff ihn an“, berichtet Marcel Dilling.
Beim Versuch, den Aggressor in Gewahrsam zu nehmen, kam es sodann zu „zu massiven Angriffen auf die eingesetzten Beamtinnen und Beamten“, schildert der Polizeisprecher:
„Zwei Polizistinnen und ein Polizist wurden verletzt. Zwei von ihnen so schwer, dass sie nicht mehr dienstfähig sind.“
Der 46-jährige Gewalttäter wurde in Gewahrsam genommen. Ein weiterer Mann aus der Menge (41) versuchte dem Tatverdächtigen zu helfen und musste seinerseits kurzzeitig gefesselt und dann des Platzes verwiesen werden.
Gegen den 46-Jährigen wird jetzt wegen Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Quelle KPB MK

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