Eine unbekannte Frau hat im Lüdenscheider Krankenhaus einen Neugeborenen „entzogen“ teilte die Märkische Kreispolizeibehörde am Samstag mit, 27. Juni. Konkret heißt das: Ein Baby wurde entführt.
Der Säugling wurde am Samstagnachmittag in einem Nebenraum des Sterncenter-Parkhauses gefunden – zum Glück unversehrt. Einen Tag später meldete die Polizei eine Tatverdächtige.
Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Hagen und der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis vom 28. Juni, 20.55 Uhr
Die Polizei hat heute Nachmittag eine 18-jährige Tatverdächtige vorläufig festgenommen.
Nach den Meldungen über die Kindesentziehung im Krankenhaus erreichten die Polizei eine Reihe von Hinweisen auf eine 18-jährge Lüdenscheiderin. Außerdem gibt es Videoaufnahmen der Frau aus dem Bereich, wo der Säugling gefunden wurde. Am Sonntagnachmittag durchsuchten Polizeibeamte die Wohnung der jungen Frau, die bereits erheblich polizeilich in Erscheinung getreten ist, und nahmen sie gegen 17 Uhr vorläufig fest.
Gegen sie wird ermittelt wegen des Verdachts einer Kindesentziehung und Menschenraubes.
Das Kind wurde ärztlich untersucht. Es ist wohlauf. Weitere Informationen sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
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Gegen 16.10 Uhr am Samstag fanden Zeugen in einem Nebenraum an einem Kassenautomaten des Sterncenter-Parkhauses das Neugeborene.
Kurze Zeit später meldete das Klinikum Lüdenscheid das Fehlen eines sieben Tage alten Säuglings.
Eine Frau in einem hellblauen Kittel/Kasack hatte sich als Mitarbeiterin ausgegeben und den Säugling gegen 15.15 Uhr aus dem Patientenzimmer geholt.
Ein Rettungswagen holte den kleinen Jungen am Fundort ab und brachte ihn zurück ins Krankenhaus.
Die Polizei sperrte Teile des Parkhauses ab, um Spuren zu sichern, und fahndete nach der Unbekannten. Am Sonntagabend wurde die Festnahme der mutmaßlichen Täterin bekannt gegeben. Gegen die einschlägig polizeibekannte 18-Jährige wird jetzt wegen Menschenraubes ermittelt.
Quelle Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

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