Zu Gewalttaten in zwei Freibädern im Märkischen Kreis musste am Samstag, 20. Juni, die Polizei ausrücken. Die jeweiligen Opfer mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden.
In Halver ist am Samstag eine Gruppe Jugendlicher aus dem Freibad geflogen. Die Jungen kehrten zurück und gingen auf einen Schwimmmeister los.
Die Polizei wurde kurz vor 18.30 Uhr wegen einer Schlägerei zum Waldfreibad gerufen. Als die Polizei eintraf, war die Gruppe geflüchtet.
Nach Angaben des Schwimmmeisters hatte er die acht männlichen Jugendlichen aus dem Bad verwiesen und ein Hausverbot ausgesprochen, weil sie andere Badegäste belästigt hätten. Die Jugendlichen folgten zunächst, kehrten dann aber zurück und begannen eine Diskussion.
Einer der Jugendlichen sei „ausgerastet“, habe ihn beleidigt und ihm schließlich eine Getränkedose an den Kopf geworfen. Er wollte den Jugendlichen festhalten, worauf sich eine Rangelei entwickelte und beide zu Boden gingen.
Weitere Mitarbeiter hielten die anderen sieben Jugendlichen davon ab, ihrem Freund beizuspringen.
Das T-Shirt des Schwimmmeisters zerriss. Ein Rettungswagen brachte den verwundeten Schwimmmeister ins Krankenhaus. Eine Nahbereichsfahndung der Polizei nach den Jugendlichen verlief erfolglos.
Die Jungen werden auf ein Alter von 15 bis 16 geschätzt. Einer trug ein schwarzes Fußballtrikot und einen schmalen Oberlippenbart, einer hat eine Hasenscharte, die meisten sind schlank, einer wird als eher füllig beschrieben. Alle trugen kurze Hosen und T-Shirts und waren sehr gebräunt. Zwei Jugendliche hatten Rucksäcke mit der Aufschrift SC Lüdenscheid dabei.
Die Polizei ermittelt wegen schweren Hausfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung sowie Beleidigung und bittet um Hinweise auf die Tatverdächtigen an die Wache in Halver, Telefon 9199-0.
Im Heidebad Iserlohn wurde ebenfalls am Samstag gegen 15.45 Uhr ein 15-Jähriger verprügelt. Wie er später der Polizei berichtete, hätten ihn die beiden Angreifer (14 und 15) zunächst beleidigt und dann plötzlich auf ihn eingeschlagen.
Er lief zur Security, die Polizei und Rettungsdienst benachrichtigte. Der Rettungswagen brachte den verletzten Jugendlichen ins Krankenhaus. Die Polizei traf vor Ort nur noch einen Tatverdächtigen. Er wurde später dem Vater übergeben. Eine Fahndung nach dem zweiten Jugendlichen verlief ohne Erfolg.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung bzw. Beleidigung auf sexueller Grundlage.
Quelle Kreispolizei MK

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