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Erste Demo gegen hohe Spritpreise im MK mit 150 Teilnehmern – Nächste am 24.4.

Erste Demo gegen hohe Spritpreise im MK mit 150 Teilnehmern – Nächste am 24.4.

(Flyer: Milosevic Milijan)

+++ UPDATE: Die Demo erreichte rund 150 Teilnehmer.

Der Organisator hatte auf mehr Resonanz gehofft, will an dem Thema aber dranbleiben,  sagt er.

In Iserlohn wird am 24. April eine ähnliche Kundgebung stattfinden. Auch diese wird privat organisiert.

Hier Bilder der Demo vom 18. April.

Fotos: Veranstalter.

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Die „High Noon“-Regel – nur noch einmal am Tag, mittags um 12 Uhr, dürfen Tankstellen ihre Preise erhöhen – bewirkte das Gegenteil des Erhofften: Benzin und Diesel sind seit dem 1. April weiter teurer geworden.

Bis zu 2,75 kostete der Liter Diesel am Abend des Ostersonntags im Märkischen Kreis und dem Kreis Unna.

Einem Pendler aus dem Märkischen Sauerland, der zu seiner Arbeitsstelle 70 Kilometer zu fahren hat, reicht es jetzt. Er startet eine Demo gegen die enormen Spritpreise.

Nachdem ein erster Aufruf für Ende März in den sozialen Medien noch nicht ausreichend Resonanz erbrachte,  hatte  ein zweiter durch einen Bericht des Onlineportals „come-on“ den erhofften Erfolg.

Der Meinerzhagener sieht sich in einer Situation, die viele betrifft. Er pendelt täglich rund 70 Kilometer zu seiner Arbeitsstelle nach Finnentrop im Kreis Olpe. Die stetig weiter steigenden Spritpreise bedeuten für ihn unmittelbar stetig weniger Geld auf dem Konto.

„Ich bin schwer betroffen – wie wohl jeder“, erklärte der 43-Jährige der lokalen Zeitungsredaktion.

Milijan formulierte seinen Protest betont sachlich, verzichtet auf zornige Formulierungen wie auch auf radikales Fordern. Was er will: Mit einer friedlichen Kundgebung Aufmerksamkeit schaffen für eine Entwicklung, die viele als immer stärkere Belastung empfinden.

„Lässt man sich in Deutschland alles gefallen?“

– diese Frage stellt Milijan offen. Er sieht eine irritierende Diskrepanz zwischen gefühlter Belastung und tatsächlicher Reaktion.

So haben europäische Nachbarländer teils unmittelbar auf die steigende Kraftstoffpreise in Folge des Irankriegs reagiert:

  • Frankreich: Staatliche Zuschüsse und Preismaßnahmen sollten soziale Spannungen abfedern.
  • Spanien: Zeitweise Rabatte an Tankstellen und steuerliche Entlastungen.
  • Italien: Vorübergehende Senkung von Verbrauchssteuern auf Kraftstoffe.

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