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Ruhrgebiet: Polizist erschoss Randalierer mit Messer – Beamter „hatte keine Wahl“

Ruhrgebiet: Polizist erschoss Randalierer mit Messer – Beamter „hatte keine Wahl“

+++ Update am 29. Dezember +++

Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen einen Polizisten eingestellt, der im März in Herne einen mit einem Messer bewaffneten Mann erschossen hatte.

 Routinemäßig untersuchen die Behörden jeden Fall, in dem die Polizei einen Menschen erschießt. Die Ermittlungen wegen eines Tötungsdeliktes seien „wegen erwiesener Unschuld“ des Beamten kurz vor den Feiertagen eingestellt worden, so die Bochumer Staatsanwaltschaft.

Der Beamte habe geschossen, um das eigene Leben sowie das der Kollegen und der verletzten Nachbarin zu schützen. Also war es Notwehr, so die Staatsanwaltschaft.

Weil der Arbeitgeber des 51-Jährigen sich Sorgen um ihn gemacht hatte, ist die Polizei im März 2025 zu einem Mehrfamilienhaus nach Herne ausgerückt. Dort habe der Mann Gegenstände aus seinem Fenster und durchs Treppenhaus geworfen und eine Nachbarin verletzt. Der Mann habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden.


Unser Vorbericht am 18. März:

Drei Tage nach einem tödlichen Polizeischuss auf einen 70-jährigen Randalierer in Dortmund-Scharnhorst folgte am 17. März dieses Jahres ein weiterer tödlicher Polizeieinsatz im Ruhrgebiet. Und auch diesmal war der Getötete mit einem Messer bewaffnet gewesen.

Der Vorfall passierte gegen 8.45 Uhr in Herne an der Fritz-Reuter-Straße. Wie am 14. März in Dortmund-Scharnhorst (ein 70 Jahre alter Epileptiker mit deutscher und tunesischer Staatsangehörigkeit griff Rettungskräfte und Polizisten an) wurde die Polizei wegen eines Randaliers alarmiert.

„Im Rahmen dieses Einsatzes ging nach bisherigem Stand eine männliche Person mit einem Messer auf die eingesetzten Polizeibeamten los“,

berichtet ein Sprecher der Polizei Bochum.

Die Beamten „setzten daraufhin die Schusswaffe ein. Der Mann wurde zeitnah notärztlich versorgt, verstarb jedoch noch am Einsatzort.“

Wie die BILD berichtet, soll der Mann zuvor völlig ausgerastet sein und Gegenstände aus dem Fenster auf einen Streifenwagen geworfen haben. Danach habe er mit einem Messer im Hausflur erst eine Nachbarin bedroht und dann die Polizisten angegriffen. Daraufhin schossen die Beamten.

Die Polizei war von dem Arbeitgeber des Mannes darüber informiert worden, dass sein als zuverlässig geltender Mitarbeiter (51) nicht zur Arbeit erschienen sei. Außerdem sei er nicht erreichbar.

Aus Neutralitätsgründen übernahm  das Polizeipräsidium Essen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Bochum die weiteren Ermittlungen.

Quelle

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