Er wollte nach dem brutalen Angriff auf Frau und Kinder einfach wieder zurück in die Wohnung gehen. Polizeibeamte unterbanden das. Jetzt kümmert sich das Jugendamt um die Familie.
In Neuenrade im Märkischen Kreis wurde am Freitagnachmittag die Polizei alarmiert, weil ein Mann seine Frau und Kinder schlug und trat.
Mutter und Kinder flüchteten sich vor dem Schläger aus der Wohnung und suchten Hilfe bei Nachbarn. Als die Polizeibeamten eintrafen, war der Mann nicht zu Hause. Während der Aufnahme der Anzeige kam er den Beamten jedoch im Treppenhaus entgegen.
Die Beamten wollten ihn zum Sachverhalt befragen, womit er jedoch nicht einverstanden war und in die Wohnung zurückgehen wollte.
Von Einsicht war nichts zu merken. Zu Viert hielten ihn die Polizeibeamten fest. Dagegen wehrte er sich mit Leibeskräften.
Die Polizeibeamten nahmen den stark alkoholisierten Mann schließlich zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam. Das Jugendamt wurde eingeschaltet. Was weiter geschah, entzieht sich der Kenntnis der Polizei.
Diese weist aus aktuellem Anlass auf das Hilfetelefon „Gegen Gewalt an Frauen“ hin. Das Hilfetelefon ist innerhalb Deutschlands an 365 Tagen rund um die Uhr unter der Rufnummer 116016 erreichbar. Die Beratung erfolgt in 17 Sprachen sowie auch in leichter Sprache und Gebärdensprache.
Auch die Polizei berät nach häuslicher Gewalt. Betroffene oder Ratsuchende können sich melden unter Telefon 02373/9099 -5517 (Frau Klein) und -5511 (Herr Vogel). Die Polizei vermittelt Frauen an Beratungsstellen und gibt Informationen zum Gewaltschutzgesetz, wie beispielsweise Annäherungsverboten und Zuweisung der Wohnung nach Häuslicher Gewalt. In akuten Fällen wie am Freitag in Neuenrade sollten sich Betroffene nicht scheuen, den Polizeinotruf 110 zu wählen.
Quelle KPB MK

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