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„Deutschland kann Infrastruktur“ – Kanzler Merz eröffnet neue Rahmedetalbrücke als „Weihnachtsgeschenk an die Region“

„Deutschland kann Infrastruktur“ – Kanzler Merz eröffnet neue Rahmedetalbrücke als „Weihnachtsgeschenk an die Region“

(Kanzler Merz bei seiner Ansprache. Screenshot des Livestreams bei der Eröffnung, Quelle Autobah GmbH)

„Dies ist heute ein Tag der Freude“, verkündete Kanzler Friedrich Merz vor laufenden Kameras und überreichte ein „Weihnachtsgeschenk für die Region“.

Eine etwas mehr als vierjährige Leidenszeit sei beendet.

Unter Ausschluss der Bürgerschaft, aber per Livestream übertragen hat der Bundeskanzler (CDU) am heutigen Montagmittag, 22. Dezember, die neue Rahmedetalbrücke auf der A45 eröffnet.  Er lobte das Tempo der Arbeiten. Für einen solchen Bau seien sonst eher 8 bis 10 Jahre zu veranschlagen.

„Deutschland kann Infrastruktur. Deutschland kann solche Projekte sehr schnell umsetzen.“

Diese Aufgabe habe die schwarzrote Bundesregierung jetzt avisiert und mit den 500 Milliarden Euro Sonderschulden für Infrastruktur unterfüttert. Das Projekt Rahmedetalbrücke solle beispielhaft für die vielen weiteren fälligen Bauprojekte stehen, die baureif seien und jetzt schnellstens in Angriff genommen werden müssten – marode Straßen, marode Brücken. Das werde künftig viel schneller gehen als früher.

Mit der Wiederöffnung der A45 kehrt ein Stück Normalität in den Verkehr rund um Lüdenscheid zurück. Auch wenn die Bauarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen sind, ist die Freigabe für viele Menschen in der Region ein wichtiges Signal. Die Hoffnung ist groß, dass sich die Verkehrssituation in der Stadt nachhaltig entspannt und die Folgen der jahrelangen Sperrung nun Schritt für Schritt überwunden werden.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betonte im Vorfeld die Bedeutung des Projekts:

„Es ist geschafft! Daher freue ich mich sehr, die Talbrücke Rahmede noch vor Weihnachten eröffnen zu können. Wir entlasten die Anwohnerinnen und Anwohner vom Durchgangsverkehr und stellen die Sauerlandlandlinie A 45 wieder her.

Fest steht: Wir können Tempo in Deutschland!

Mein Dank geht an alle Beteiligten, die mit großem Engagement daran gearbeitet haben, dass wir so viel früher fertig geworden sind. Ich freue mich auf einen großartigen Tag in Lüdenscheid.“

Screenshot – Autobahn GmbH

 

Dieser Bauabschnitt war ein bedeutender Fortschritt für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region.

Nach der Sperrung der alten Brücke im Dezember 2021 und ihrer Sprengung im Mai 2023 ist die langersehnte Verkehrsentlastung für die Region nun in greifbare Nähe gerückt.

Quelle Autobahn Westfalen

Hier ein Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=V1trGsxtWow

 

 

Kommentare

WORDPRESS: 4
  • schmunzler vor 2 Monaten

    Zitat Herr Merz:
    „Eine etwas mehr als vierjährige Leidenszeit sei beendet.“

    „Deutschland kann Infrastruktur“

    Die Leidenszeit fängt erst richtig an:
    Nun wird mit viel Populismus und Schaumschlägerei ein Teil der A45 Autobahnbrücke bei Lüdenscheid freigegeben. Die A45 hat insgesamt 73 Talbrücken. Berichte bereits aus 2022 sagen, dass dort rund über 50 Brücken alleine im NRW-Abschnitt erneuert werden müssen.
    Aktuell (Stand 2025) werden 33 Bauwerke verstärkt oder ausgebaut, um dessen Beanspruchung zumindest erst mal zu entlasten.
    Die A1 vom Kreuz Unna über das Kamener Kreuz Richtung Kreuz Münster wurde bereits ebenfalls für die nächsten jahrzehnte zur Großbaustelle erklärt.

    Und das ist nur ein kleiner Teil der zusammen gebrochenen Verkehrsinfrastruktur in ganz Deutschland.

    Die benachbarten Niederlande sind eines der dicht besiedelten Länder der Welt und das am eng besiedelte auf dem europäischen Festland. Wenn man dort unterwegs ist, kommt einem die deutsche Verkehrsinfrastruktur vor wie die eines desolaten Dritte Welt Landes. Eigendlich hat keines der Länder um uns herum solche massiven Probleme.

  • schmunzler vor 1 Monat

    Die Brücke ist noch gar nicht fertig. Herr Merz hat frühzeitig nur die eine Hälfte der Brücke eröffnet mit eingeengten Fahrbahnspuren und Tempolimit. Eine Großbaustelle ist die Brücke weiterhin. Untersuchungsausschüsse im Landtag NRW haben offengelegt, das die Brücke bewußt vergammelt lassen worden ist. Die Pleite gegangenen Firmen und Einzelhändler in der Region sind nun weg. Die Arbeitsplätze kommen nicht einfach wieder. Jede extraminute Umweg im gewerblichen Warenverkehr muß letztendlich der Endverbraucher zahlen. Der Schaden wird so zusätzlich bei einigen hundert Millionen Euro liegen. Ein „Geschenk“ an die Bürger von ihm ist sie auch nicht, da die Bürger sie ja bezahlt haben.

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