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Oberbürgermeisterin für 24 Stunden

Oberbürgermeisterin für 24 Stunden

Für knappe 24 Stunden durfte sich Nadia Khalaf (SPD) als neue Oberbürgermeisterin von Mülheim an der Ruhr fühlen.

Nun muss das vorläufige Endergebnis der OB-Stichwahl korrigiert werden. Amtsinhaber Buchholz von der CDU liegt doch vorn.

Bei der Auszählung der Stichwahlstimmen passierte am Sonntagabend eine folgenreiche Panne.

Die Stadt korrigierte am Montagabend das vorläufige Auszählungsergebnis. Demnach liegt nun doch Amtsinhaber Marc Buchholz vorn – und nicht seine Konkurrentin Nadia Khalaf.

Grund:

Nach Angaben der Stadt fiel bei einer routinemäßigen Überprüfung des Wahlergebnisses auf, dass in einem Briefwahlbezirk Stimmen vertauscht worden waren.

Der SPD-Kandidatin seien die Stimmen des CDU-Kandidaten zugeordnet worden, der CDU-Kandidat habe „versehentlich“ die Stimmen seiner SPD-Konkurrentin erhalten.

Diese hatte denkbar knapp mit nicht einmal 70 Stimmen vorne gelegen. Die fällige Korrektur führt laut Stadt dazu, dass Amtsinhaber Buchholz mit mehr als 100 Stimmen vorn liegt und damit seine zweite Amtszeit als OB antreten kann.

Quelle: Stadt Mülheim an der Ruhr

Update am 1. 10.: Stadtdirektor David Lüngen berichtet auf WDR-Anfrage, dass es in dem fraglichen Stimmbezirk den Verdacht auf Ungereimtheiten gab: „Es war tatsächlich so, dass wir (…) das Gefühl hatten, da könnte vielleicht etwas nicht so ganz passen. … Ich habe zugestimmt, dass wir das Wahlsiegel gebrochen haben und mit einem Team von Verwaltungsmitarbeitern haben wir nochmal neu ausgezählt.“ Dabei habe sich herausgestellt, dass die Stimmen unterschiedlich zugeordnet worden seien.

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