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Innenministerkonferenz unterstützt die Forderung „Cybermobbing als Straftatbestand“

Innenministerkonferenz unterstützt die Forderung „Cybermobbing als Straftatbestand“

„Das Strafrecht muss an das Zeitalter der Digitalisierung und die Lebensrealität angepasst werden“:

Die Innenminister der Länder sprechen sich für einen eigenen Cybermobbing-Straftatbestand aus. Damit unterstützen sie die Forderung des Cybermobbing-Hilfe e.V. mit Vereinssitz in Schwerte nach einer konsequenten Strafverfolgung durch einen eigenen Paragrafen im Strafgesetzbuch.

„Deutschland sollte dem Beispiel vieler Nachbarländer folgen: in Österreich wird Cybermobbing bereits seit einigen Jahren als eigener Straftatbestand definiert.

Das ist notwendig, denn es handelt sich bei Cybermobbing um eine völlig andere Dimension als bei herkömmlichen Beleidigungen oder Verleumdungen“,

erklärt Lukas Pohland aus Schwerte, 1. Vorsitzender des Cybermobbing-Hilfe e.V..

Pohland hat in der Vergangenheit – mit Unterstützung des politischen Start-Ups „JoinPolitics“ – eine eigene Gesetzesinitiative ins Leben gerufen und für einen eigenen Straftatbestand geworben: „Ich bin daher sehr erfreut darüber, dass Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen erkannt hat, wie wichtig ein solcher Straftatbestand ist.“

Nun gelte es, so Pohland, auch das Bundesjustizministerium von der Notwendigkeit zu überzeugen: bislang zeige man sich zurückhaltend. „Ich hoffe daher auf ein klares Signal aus den Bundesländern. Im Interesse aller Betroffenen von Cybermobbing.“ 

Laut einer aktuellen WHO-Studie soll jedes sechste Schulkind von Cybermobbing betroffen sein – und auch immer mehr Erwachsene werden zur Zielscheibe digitaler Angriffe. 

Über Lukas Pohland und Cybermobbing-Hilfe e.V.

Lukas Pohland engagiert sich seit Jahren vielseitig im Bereich Cybermobbing-Hilfe. Der Marketing-Kommunikationswirt gilt als Experte für dieses Thema. Der Anlass für sein Engagement waren seine persönlichen Erfahrungen: Im Alter von zwölf Jahren war Pohland selbst von Cybermobbing betroffen, nachdem er einer im Internet gemobbten Mitschülerin geholfen hatte.

Auf die Initiative von Lukas Pohland wurde im November 2018 der gemeinnützige Verein Cybermobbing-Hilfe e.V. gegründet. Seitdem betreibt der Verein mit Pohland als 1. Vorsitzenden aktiv Präventionsarbeit gegen Cybermobbing und hilft betroffenen Kindern und Jugendlichen durch ein Beratungsangebot. Der Cybermobbing-Hilfe e.V. unterstützt Schulen, öffentliche Institutionen und Unternehmen im Einsatz gegen Cybermobbing und betreibt damit wichtige Präventionsarbeit.

Darüber hinaus engagiert sich Lukas Pohland als Redner in Schulklassen, bei Veranstaltungen oder in den Medien. Schon mehrfach war er in bekannten TV-Formaten auf dem Podium zu Gast: unter anderem in der NDR Talk Show. Ebenso betreibt er Aufklärungsarbeit in der Politik: Im April 2018 sprach er als Sachverständiger vor dem Landtag Nordrhein-Westfalen. Er wurde zudem mehrere Male ins Bundeskanzleramt eingeladen. Pohland ist Mitglied im Beirat der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz.
www.cybermobbing-hilfe.de

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