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„Deutschland DEN Deutschen, die…“ SPD-Konter auf Sylt-Video geht nach hinten los – Schwerter Ortsverein teilt das Posting und erntet Shitstorm

„Deutschland DEN Deutschen, die…“  SPD-Konter auf Sylt-Video geht nach hinten los – Schwerter Ortsverein teilt das Posting und erntet Shitstorm

Laut gegrölte rassistische Lieder vor dem Sylter Edelclub „Pony“ – „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“. Ein Video von diesem Vorfall ist seit Donnerstag (23.5.) im Netz zu finden. Es schlug und schlägt mediale Wogen, ein bundesweiter Aufschrei war die Folge. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) selbst meldete sich zu Wort und verurteilte den Sylt-Vorfall als „eklig“.

Die SPD Deutschland reagierte ebenfalls – sorgte damit aber selbst sehr unfreiwillig für einen medialen Aufschrei:

In einem Social Media-Beitrag der Bundes-SPD, der als Konter auf das Sylt-Video gemeint war,  heißt es:

„Deutschland den Deutschen, die unsere Demokratie verteidigen. Am 9. Juni SPD wählen.“

Die Folge war ein regelrechter Shitstorm. Doch bis dahin hatten schon SPD-Ortsvereine in ganz Deutschland eilfertig den Slogan geteilt – und sahen sich ihrerseits Entsetzen und Zorn ausgesetzt.

Unter diesen Ortsvereinen waren auch die Genossen des OV „Nördliches Schwerte und Holzen“, berichten die Ruhr Nachrichten (Bezahlartikel). Der Post ist inzwischen wieder von der Facebookseite des OV verschwunden, jedoch wurden Screenshots davon angefertigt, die natürlich nicht mehr aus dem Netz herauszubekommen sind.

Darunter wird dann fleißig kommentiert, und das Verständnis für diesen Fauxpas hält sich dabei in Grenzen. Die RN zitiert einen eher verständnisvollen Beispielkommentar:

„Nach dem Nazi-Skandal von Sylt wollte die SPD ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Hass. ‚Deutschland den Menschen, die unsere Demokratie verteidigen‘,
wäre auf jeden Fall treffender gewesen. Ich denke aber, das war keine böse Absicht oder es ging nicht darum, bei den Rechten zu fischen.“

Die SPD Deutschland bittet mittlerweile auf ihren Social Media-Accounts um Verzeihung.

„Wir haben … einen Post veröffentlicht, mit dem wir aufs Schärfste verurteilen, was wir alle in einem Video aus Sylt gesehen haben. Dabei haben wir es nicht geschafft, einen Ton zu treffen, der alle mitnimmt.
Dafür möchten wir uns aufrichtig entschuldigen.“

Der Schwerter Ortsverein schweigt das Dilemma hingegen bis dato tot. Das Posting ist von der Facebookseite kommentarlos verschwunden. Die RN zitiert eine schriftliche Stellungnahme des Schwerter  Stadtverbandsvorsitzenden und Kreisfraktions-Vize Jens Krammenschneider-Hunscha, der sich auf Anfrage wie folgt äußert:

„Die Bilder von feiernden Menschen auf Sylt, die Nazi-Parolen in offenbar unbeschwerter Schlagerlaune grölen, haben uns in ihrer ekelhaften Mischung aus Oberflächlichkeit und Stumpfsinn entsetzt. Die Bundespartei wollte schnell, kraftvoll und unmissverständlich dagegenhalten.

Wenngleich ich die gute Absicht erkennen kann, beim Thema Faschismus und Menschenfeindlichkeit gilt zwingend das Gebot der uneingeschränkten Eindeutigkeit.

Den Post unmittelbar zu entfernen und um Entschuldigung zu bitten war der einzig richtige Umgang. Der Ortsverein ‚Nördliches Schwerte und Holzen‘ hat sich dieser Handhabung unmittelbar nach Erhalt eines Hinweises angeschlossen.“

An ihren Wahlkampfständen erlebe die SPD, wie glaubhaft sie bei diesem Thema (gegen Menschenfeindlichkeit, gegen Rassismus) wahrgenommen werde „und wie sehr sich die Menschen in
diesen Tagen auf diese unverrückbare Haltung verlassen“.

Das Posting der Bundes-SPD sei ein „Kommunikationsfehler“ gewesen.

 

 

Kommentare

WORDPRESS: 1
  • schmunzler vor 3 Wochen

    Der bundesweite Rufmord und die Hetze gegen die Mitbürger, die da irgendwo auf Sylt angetrunken ihren Unsinn von sich gegeben haben, erinnert an faschistische Diktaturen. Wegen irgendwelchen Stammtischparolen von einzelnen Bürgern schalten sich der Bundeskanzler und der Wirtschaftsminister persönlich ein und die Betroffenen werden pauschal medial hingerichtet. Hätten sie anstatt dumme Sprüche von sich zu geben, jemanden körperlich zusammen geschlagen oder eine Bank überfallen, hätten sie wohl weniger bundesweite Aufmerksamkeit bekommen.
    Bei aller Peinlichkeit, wenn so ein Video über einen im Netz herumgeht; die Reaktion durch die Politik und ihrer Leitmedien steht in keinerlei Verhältnis zu dem Vorfall. Fast schon widerwärtig und abstoßend, wie überzogen sie sich darauf gestürzt haben. In unserem Land, welches sicherlich weltweit zu den tolerantesten gegenüber Ausländern gehört, fehlt es den Linken einfach an richtige gewalttätige Vorfälle, um ihr politisches Narrativ, das in Deutschland immer noch nach über 85 Jahren überall gefährliche „Nazis“ lauern, aufrecht zu erhalten. Inzwischen gibt es im öffentlichen Dienst tausende geschaffene Stellen, die ohne diesen künstlich aufgebauschten „Rassismus“ ihre Daseinsberechtigung verlieren würden. Hunderte Millionen Steuergelder hat die Regierung dafür ausgeschüttet. Mir kommen sie manchmal so vor, als wenn sie geistig in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts stecken geblieben sind und die liberale Entwicklung in der Bevölkerung seit den 60ern nicht mitbekommen haben.
    Das ich Bekannte habe, die angetrunken solche Sprüche von sich geben, kann ich mir nicht vorstellen. Trotzdem fand ich die Reaktion der Politik und ihrer Leitmedien ekelhaft. Den brutalen Rassismus, den sie mit ihren unter Lug und Betrug durchgesetzten Coronamaßnahmen psychologisch in der Bevölkerung gegenüber ungeimpfte und Coronamaßnahmekritiker durchgesetzt haben, wünscht man keinem Ausländer in Deutschland. Wenn es Meister gibt in Deutschland für Hass und Hetze, dann sind es die Politik und die eng mit ihr verbundenen Leitmedien. Sie leben davon, die Bevölkerung zu spalten und einzelne lächerlich peinliche Vorgänge so darzustellen, als wenn sie die ganze Nation bedrohen.