Eine 30-jährige Frau aus Arnsberg hat am Donnerstag möglicherweise einen schweren Unfall auf einer Bundesstraße im Kreis Soest verhindert.
Sie verständigte frühnachmittags die Polizei unter der Notrufnummer 110, weil sie auf der B 229 in Möhnesee ein Fahrzeug beobachtete, das ständig in den Gegenverkehr fuhr.
Entgegenkommende Fahrer mussten ausweichen, um Zusammenstöße zu vermeiden. Außerdem nahm der Fahrer an einer Kreuzung einem Lkw die Vorfahrt.
Einsatzkräfte der Polizei konnten das Auto mit Hilfe der Zeugin schnell auffinden und stoppen.
Am Steuer saß ein 64-jähriger Mann aus Sundern. Da es keine Anzeichen für Alkohol- oder Drogenkonsum gab, fragten die Beamten bei dem Mann noch einmal genau nach. Er sagte dann, dass er regelmäßig Medikamente einnehme.
„Der 64-jährige konnte dem Gespräch kaum folgen und wirkte völlig abwesend und apathisch“,
schildert ein Polizeisprecher den Zustand des Mannes.
Ihm wurde nun eine Blutprobe entnommen und der Führerschein beschlagnahmt. Zur Folge hat seine Fahrt eine Anzeige wegen des Führens eines PKW unter Einfluss von berauschenden Mitteln. Von Einsicht war jedoch nicht viel zu merken:
Da er seine Fahrt nach der Blutentnahme fortzusetzen wollte, wurde ihm schlussendlich auch sein Fahrzeugschlüssel abgenommen.
In diesem Zusammenhang rät die Polizei im Kreis Soest:
Nicht nur Alkohol und Drogen beeinträchtigen Sie beim Führen
eines Fahrzeuges, auch Medikamente können dazu führen, dass ihre
Fahrtüchtigkeit eingeschränkt ist.
– bitte lesen Sie sich vor der Einnahme von Medikamenten genau die
Packungsbeilage durch oder fragen Sie ihren Arzt oder in der
Apotheke.
– Wenn Sie unterwegs merken, dass es Ihnen nicht gut geht, halten
Sie möglichst schnell an der nächsten geeigneten Stelle an und
verständigen den Rettungsdienst unter 112.

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