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Für Klimaziele Schuldenbremse reformieren: 54 Unternehmen, darunter Ikea, dm und Rossmann, fordern Einigkeit von Politik

Für Klimaziele Schuldenbremse reformieren: 54 Unternehmen, darunter Ikea, dm und Rossmann, fordern Einigkeit von Politik

Über 50 deutsche Unternehmen haben sich in einem gemeinsamen Appell auf Initiative der Stiftung KlimaWirtschaft an die Politik gewandt. In dem Papier mit dem Titel „Die Transformation als Jahrhundertprojekt” bekennen sich die Unternehmen zum Standort Deutschland und den Klimazielen. Gleichzeitig betont der Aufruf, dass rechtsextreme Kräfte die Demokratie und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands bedrohen.

Die zeichnenden Unternehmen sind überzeugt:

Das wirtschaftliche Überleben des Standorts Deutschland hängt auch davon ab, ob wir das Ziel der Klimaneutralität erreichen.

Sie fordern einen Schulterschluss der demokratischen Parteien, der langfristige Transformationsprozesse und Investitionsentscheidungen der Wirtschaft ermöglichen muss. Benötigt wird auch ein wirtschaftspolitisches Leitbild, das einen Rahmen für Unternehmertum in einem klimaneutralen Deutschland setzt.

Der von der Stiftung KlimaWirtschaft initiierte Appell fordert die Bundesregierung auf, eine Transformationskommission einzuberufen. Die Wirtschaft brauche wettbewerbsfähige Energiepreise und eine Weiterentwicklung der Schuldenbremse sowie eine vollumfängliche digitalisierte Verwaltung. Außerdem brauche sie einen Transformations- und Energiekonsens aller demokratischer Parteien, mehr staatliche und private Investitionen in die Klimaneutralität und einen sozialverträglichen Hochlauf grüner Märkte.

Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung KlimaWirtschaft:

„Die Vielzahl und Breite der beteiligten Unternehmen, die sich für die Transformation und klar gegen rechtsextreme Parolen positionieren, sind ein entschiedenes Signal für die Reformbereitschaft und den Optimismus Deutschlands in dieser herausfordernden Zeit., „Die Politik muss jetzt klare Perspektiven für den klimaneutralen Standort Deutschland aufzeigen, staatliche Investitionen verlässlich und langfristig gestalten und Planungssicherheit für Infrastruktur und Energiepreise gewährleisten. So schaffen wir neue Wachstumsperspektiven und halten rechtsextreme politische Ränder klein. Deutschland verfügt über alle Möglichkeiten, in der globalen Transformation eine entscheidende Rolle zu spielen. Vor uns liegen große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass wir alle mitnehmen.”

Prof. Dr. Michael Otto, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Otto Group und Präsident der Stiftung KlimaWirtschaft:

„Wenn wir den Klimawandel in den Griff bekommen wollen, müssen wir in einen echten Dialog kommen und einen breiten Schulterschluss zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik erreichen. Ziel muss es sein, eine wirtschaftlich und sozial verträgliche Transformation in die Wege zu leiten, die zu einer konsequenten Reduzierung der CO2-Emmissionen führt, ohne unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu schaden. Dazu braucht es einen konstruktiven, alle Betroffenen integrierenden, ideologiefreien Diskurs, der uns diesem großen Ziel näherbringt. Die Klimaneutralität muss dabei zu einem Business-Case werden, der Wachstum und Wohlstand fördert, der motiviert und überzeugt.“

Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstands der Fraport AG:

„Für den Flugverkehr benötigen wir nachhaltige Treibstoffe. Technisch ist die Dekarbonisierung unserer Branche möglich, doch die praktische Umsetzung ist eine Mammutaufgabe. Um die entsprechenden Produktionskapazitäten und Infrastrukturen in den kommenden Jahren aufzubauen, braucht es die deutliche Unterstützung aus der Politik. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit darf hier nicht leiden. Die Erfüllung der EU-Vorgaben, bis 2025 2 Prozent und bis 2050 70 Prozent Sustainable Aviation Fuels zu verwenden, erfordert ein konzertiertes Vorgehen.”

Andreas Schell, Vorsitzender des Vorstands der EnBW:

„Die Energiewende befindet sich in einer kritischen Phase. Das Projekt bietet große Chancen für Innovationen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland. Als Unternehmen gehen wir mit hohen Investitionen in Vorleistung, brauchen aber eine koordinierte Planung und einen klaren Förderrahmen. Wir müssen sicherstellen, dass private Investoren weiter ihr Geld in die Energiewende stecken. Die Menschen sind dabei der wichtigste Erfolgsfaktor. Wir brauchen jeden klugen Kopf und jede helfende Hand, um die Transformation zu meistern. Offenheit und Vielfalt machen uns dynamischer und leistungsfähiger. Migration kann uns helfen, den Fachkräftemangel zu überwinden. Als EnBW stellen wir uns daher entschieden gegen Hass und Gewalt, gegen extreme und ausgrenzende Ansichten.“

Die Unterzeichner:

Alfred Ritter GmbH & Co. KG | Alterric GmbH | Augustinum gGmbH | Aurubis AG | Bau-Fritz GmbH & Co. KG | Bausparkasse Schwäbisch Hall AG | Bilfinger SE | BNP Paribas Deutschland | DAIKIN Airconditioning Germany GmbH | DEUTSCHE ROCKWOOL GmbH & Co. KG | Deutsche Telekom AG | Dirk Rossmann GmbH | dm-drogerie markt GmbH + Co. KG | EnBW Energie Baden-Württemberg AG | Encavis AG | Encory GmbH | Enpal B.V. | E.ON SE | Eppendorf SE | EWE AG | Fraport AG | GLS Gemeinschaftsbank eG | GOLDBECK GmbH | Heidelberg Materials AG | Hermes Germany GmbH | HOFFMANN + VOSS GmbH | HUGO BOSS AG | IKEA Holding Deutschland GmbH & Co. KG | Interseroh+ GmbH | naturstrom AG | Meyer Burger Technology AG | Miele & Cie. KG | Otto Group | OTTO FUCHS KG | Papier- u. Kartonfabrik Varel GmbH & CO. KG | Phoenix Contact GmbH & Co. KG | PUMA GmbH | Salzgitter AG | Schüco International KG | Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co.KG | SMA Solar Technology AG | Stadtwerke München GmbH | Strabag SE | Ströer SE & Co. KGaA | Sunfire GmbH | TeamBank AG | thermondo GmbH | thyssenkrupp Steel Europe AG | Triodos Bank N.V. Deutschland | Union Asset Management Holding AG | VAUDE Sport GmbH & Co. KG | VR Payment GmbH | VTG GmbH | Wacker Chemie AG | ZINQ GmbH & Co. KG

Quelle: Stiftung KlimaWirtschaft

Kommentare

WORDPRESS: 3
  • schmunzler vor 3 Wochen

    Ströer ist zum Beispiel die Plakataufstellerfirma, die damals mit unbekannten Finanziers aus den USA die Telekom Seite „t-online“ gekauft hat, an der man zwangsweise vorbei muß, wenn man seine eMails bei der Telekom lesen möchte. Dort geben sie sich als unabhängige Journalisten aus. Als gleichzeitig maßgeblichster Plakataufsteller Deutschlands haben sie gigantische Millionen an den Impf- und Coronamaßnahmewerbekampagnen der Regierung verdient. Ob sie aktuell noch neben vielen anderen den politischen Influencer REZO unter Vetrag haben, weiß ich nicht. Bei seiner CDU Kampagne zur EU Wahl war er es noch. Die Ströer Preisliste für den Youtuber REZO und andere habe ich noch.

    Vertreter der Telekom waren im NRW Coronarat zur Durchsetzung der Coronamaßnahmen.

    Rockwool verdient an Isolierungszwanggesetze wegen dem „Klimawandel“ für Häuser.

    Goldbeck ist überwiegend von öffentliche Bauaufträgen abhängig.

    SMA Solar Technology AG verdient an schärferen Klimamaßnahmen.

    Die Stadtwerke München unterliegen eigendlich neutral der Politik.

    Die Sunfire GmbH steigert ihre Gewinne bei erhöhten Treibstoffpreisen.

    Schwäbisch Hall und Teambank gehören beide der deutschen Zentralbank.

    Ikea ist seit dem Tode des Gründers sogar woker und linker als die Grünen in Deutschland und drücken das knallhart selbst bei den Mitarbeitern durch.

    usw.

    Ursprünglich stammt das Wort Faschismus aus Italien und bedeutet die Verschmelzung von Politik und Industrie, aus der damals der Diktator Mussolini hervorgekommen ist.

  • schmunzler vor 3 Wochen

    Die Chefin der „politisch neutralen“ Stiftung, die diese im Bericht genannte Aktion zusammengebastelt hat, war von 2008 bis Mai 2020 Stadträtin in München für welche Partei?

    Natürlich die Grünen!

  • schmunzler vor 3 Wochen

    Bei der zitierten Fraport AG befindet sich die Mehrheit beim Land Hessen (31,1%) mit den Stadtwerken Frankfurt am Main (20,03%).
    Die jeweilige Regierung bestimmt also dort.

    Bei der zitierten ENBW steckt das Land Baden-Wüttemberg mit 46,75 % Anteil über den Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke drin. Zusammen mit einem zweiten Großaktionär, der NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft (Land Baden-Württemberg), die ebenfalls 46,75 % hält.
    Die jeweilige Regierung bestimmt also dort.

    Zur Erinnerung : Während des Coronamaßnahmeregimes haben diese Unternehmen die Kampagne der Regierung gegen ungeimpfte unterstützt, sich mit der „100% nebenwirkungsfreien“ Impfung „dauerhaft“ zu schützen. „1 Pieks und du hast dein altes Leben zurück“, hieß es damals. Sie haben ebenfalls die G-Regel Lügen unterstützt, das Geimpfte im Gegensatz zu Ungeimpfte den Virus nicht weitergeben können. Ebenfalls die Einschränkungen in Schulen und Kitas, die im nachhinein vom Gesundheitsminister und RKI Chef als „unnötig“ erklärt wurden. In dieser Zeit gab es kaum eine Branche, die nicht von staatlichen Steuergeldern abhängig gemacht wurde.

    Nun unterstützen die „Unternehmen“ Freiheitseinschränkungen durch „Klimagesetze“.