Bergkamen bekommt eine neue Straßenbaustelle – vom kommenden Montag (12. Juni) 5 Monate lang.
Die nächste Hauptverkehrsstraße im Kreis Unna soll fahrradfreundlicher werden. Die Ebertstraße in Bergkamen wird saniert und bekommt einen sogenannten Radschutzstreifen. Das teilte heute die Stadt Bergkamen mit.
Sie wird die Ebertstraße zwischen Hubert-Biernat- und Karl- Liebknecht- Straße umfassend sanieren. Insbesondere der Einmündungsbereich mit der Hubert-Biernat-Straße wird aufgeweitet. Ferner wird der vorhandene Fahrbahnbelag aufgenommen und der Straßenkörper von der Trag- bis zur Deckschicht vollständig neu aufgebaut.
Die Gehwege und Bordanlagen sowie die Straßeneinläufe werden saniert und die bestehenden Parkplätze neu geordnet.
Sowie: „Auf der Ebertstraße wird künftig der Radverkehr auf eigenen Radfahr-Schutzstreifen geführt.“
Die Baumaßnahme beginnt am Montag, 12.06.2023, und wird voraussichtlich 5 Monate andauern. Entsprechende Umleitungen für Autos und Linienbusse der VKU werden eingerichtet und beschildert; Fußgänger, Radfahrer und Anlieger können die Baustelle passieren und auch die Ladenlokale bleiben erreichbar.
Insgesamt investiert die Stadt Bergkamen für diese umfassende Sanierung rd. 600.000,- €.
Stichwort Radschutzstreifen – Das sagt der ADFC
Oft werden Radfahr- und Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. Ihre subjektive und objektive Verkehrssicherheit wird aber kontrovers diskutiert. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat ihre Verkehrssicherheit nun untersucht.
Die Untersuchung belegt, was für viele Radfahrer „gefühlte“ Realität ist und zeigt, dass sie sich auf den markierten Anlagen nicht sicher fühlen. Insbesondere schmale Streifen meiden sie häufiger und weichen lieber auf Gehwege aus.
Radfahrer werden behindert und zu eng überholt
Autofahrer hingegen nutzen die Streifen zum Halten oder Parken. Fast 40 Prozent der beobachteten Radfahrer auf Schutzstreifen wurden dadurch behindert. Bei den Radfahrstreifen sind es 10 Prozent.
Beim Überholen von Radlern auf den Streifen unterschreitet fast jedes zweite Kraftfahrzeug den Seitenabstand von 150 cm. Wer überholt, orientiert sich vor allem an den Markierungen auf der Fahrbahn und reagiert nur unzureichend auf die Position der Radler. Oft wird der eigene Fahrstreifen beim Überholen nicht verlassen.
Obwohl die Mehrheit der Unfälle an den Knotenpunkten geschehen, finden sich auf den Streckenabschnitten auch viele Unfälle im ruhenden Verkehr. Viele davon stehen im Zusammenhang mit geöffneten Fahrzeugtüren. Hohe Unfalldichten und Unfallraten zeigten sich insbesondere für schmale Radfahr- und Schutzstreifen sowie für solche, neben denen geparkt wird.
Quellen: Stadt Bergkamen / ADFC

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