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Tödlicher Messerstich auf Kirmes in Münster: Mutmaßlicher Mörder stellt sich am 2. Tag der Fahndung selbst – U-Haft wegen Mordverdacht

Tödlicher Messerstich auf Kirmes in Münster: Mutmaßlicher Mörder stellt sich am 2. Tag der Fahndung selbst – U-Haft wegen Mordverdacht

UPDATE – der Gesuchte hat sich gestellt und sitzt wegen Mordverdacht in Untersuchungshaft.

Der 21-jährige Tatverdächtige, der am Samstagabend für den Tod eines 31-Jährigen auf dem Send verantwortlich sein soll, hat sich am Mittwochvormittag (22.3.) in Begleitung seines Anwalts der Polizei gestellt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster wurde er noch heute wegen des Verdachts des Mordes einem Haftrichter vorgeführt. Dieser hat am Nachmittag Untersuchungshaft angeordnet.


 

Nach dem tödlichen Messerangriff auf dem Münsteraner Send am Samstagabend (18.3.) hatte die Mordkommission der Münsteraner Polizei am Montag einen 21-jährigen Tatverdächtigen ermittelt.  Zeugenhinweise führten die Ermittler auf die Spur des Mannes, der seinen Wohnort in Münster hat.

„Unsere intensiven Ermittlungen haben uns nach Zeugenhinweisen und der akribischen Untersuchung des Tatorts auf die Spur des 21-Jährigen gebracht“, erläutert Kriminalhauptkommissar Frank Schneemann, Leiter der Mordkommission. Zunächst hatte es einen konkreten Hinweis auf den Begleiter des Täters gegeben.

Es handelt sich um den 24-jährigen Bruder des Tatverdächtigen. Der Tatverdächtige selbst ist polizeibekannt.

„Die Auswertungen der Videosequenzen, auf denen auch der Täter zu erkennen ist, bestätigten unseren Verdacht“, erläuterte Schneemann. Der 21-Jährige ist unter anderem wegen des Vorwurfs der Körperverletzung in Erscheinung getreten.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster erließ ein Richter noch am Montagabend (20.3.) Haftbefehl gegen den 21-jährigen wegen des Verdachts des Mordes.Auf weiteren Antrag hatte das Gericht nun auch der Öffentlichkeitsfahndung mit Bildern des Tatverdächtigen zugestimmt.

„Aufgrund sehr konkreter Ermittlungsansätze waren die rechtlichen Voraussetzungen für die Öffentlichkeitsfahndung zur Identifizierung des Tatverdächtigen nicht gegeben“,

erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

„Den Ermittlern ist es dank akribischer Arbeit sehr schnell gelungen, den Tatverdächtigen zu identifizieren. Die Öffentlichkeitsfahndung dient nun der Ermittlung des Aufenthaltsortes des Beschuldigten. Jetzt geht es darum, ihn dingfest zu machen.“

Im Rahmen der Fahndung sucht die Polizei auch nach dem 24-jährigen Bruder des Tatverdächtigen. „Gegen ihn wird nicht ermittelt, aber er ist ein wichtiger Zeuge des Geschehens“, machte Botzenhardt deutlich.

Der 21-jährigeYevgeni A. ist kasachischer Staatsbürger.

 

 

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