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Hilfloser fleht Reisende an: „Bitte rufen Sie einen Rettungswagen“ – doch niemand hilft

Hilfloser fleht Reisende an: „Bitte rufen Sie einen Rettungswagen“ – doch niemand hilft

Rettungswagen - Symbolbild, Quelle AaH

„Bitte helfen Sie mir! Rufen Sie doch bitte einen Rettungswagen!“

Ein Mann bricht fr√ľhmorgens an einem Hauptbahnhof im Ruhrgebiet zusammen, liegt hilflos mit starken Kr√§mpfen auf dem Boden.

Mehrere Reisende gehen an ihm vorbei, der Hilflose bittet sie: „Bitte rufen Sie einen Rettungswagen!“

Doch niemand hilft. Alle gehen achtlos vorbei.

Mit ersch√ľtternder Gleichg√ľltigkeit sah sich heute Morgen (10. M√§rz) ein hilfloser 44-j√§hriger Mann am Hauptbahnhof Gelsenkirchen konfrontiert.

Gegen 5:20 Uhr erlitt er vor dem Eingang des Parkhauses S√ľd einen medizinischen Notfall. Er sank zusammen.

Stark krampfend am Boden liegend habe der Mann, so berichtet ein Bundespolizeisprecher, mehrere vorbeigehende Passanten angesprochen und gebeten, einen Rettungswagen zu verständigen.

Doch vergeblich – keiner der Reisenden habe dem am Boden Liegenden geholfen.

Ein Bundespolizist in seiner Freizeit erblickte den Hilflosen schlie√ülich. Er reagierte unverz√ľglich, alarmierte sofort die Rettungskr√§fte und leistete Erste Hilfe.

Die Sanit√§ter brachten den Patienten, einen 44-j√§hrigen Deutschen, unverz√ľglich in ein Krankenhaus. „Er befindet sich in intensiver √§rztlicher Behandlung“, verdeutlicht der Bundespolizeisprecher den Ernst der Lage.

Der Polizeisprecher f√ľgt eindringlich hinzu:

„Wer eine Hilfeleistung unterl√§sst, obwohl diese erforderlich und zumutbar war, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.“

Der Vorfall erinnert an den Zusammenbruch eines √§lteren Mannes vor 7 Jahren im Vorraum¬† einer Bank in Essen. Mehrere Kunden stiegen achtlos √ľber den hilflos Daliegenden hinweg, Rettung kam zu sp√§t – der Mann starb.

Durch die Videoaufnahmen der Bank konnten ein Mann und eine Frau identifiziert werden, die √ľber den Mann hinweg gestiegen waren. Beide wurden angeklagt und zu Geldstrafen verurteilt.

Quelle Bundespolizei Gelsenkirchen

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