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Ärger mit DEW21: „Vollen Betrag als ,zinslosen Kredit´´ abgebucht und dann noch extrem patzig reagiert“

Ärger mit DEW21: „Vollen Betrag als ,zinslosen Kredit´´ abgebucht und dann noch extrem patzig reagiert“

Ausgeschaltete Heizung - Foto Redaktion

Ein sehr unerfreuliches Erlebnis mit dem Dortmunder Energieversorger DEW21 schildert eine Leserin aus Unna. Betroffen ist ihre 83-jährige Mutter.

„Hallo und guten Morgen, liebes Redaktionsteam.

Ich hatte gestern ein sehr unbefriedigendes Telefonat mit dem Energieversorger meiner Mama (83 Jahre alt). Es handelt sich um die DEW21 in Dortmund.

Es sollte ja ab Oktober die EEG-Umlage fallen und die Mehrwertsteuer auf 7 % gesenkt werden. Die DEW hat aber Anfang Oktober trotzdem den vollen Betrag abgebucht.

Ein paar Tage später kam ein Schreiben mit der Übersicht der bisher gezahlten Abschläge (für 2022) und für die zukünftigen. Auf meiner Nachfrage teilte mir man dann mit, dass die DEW ja schließlich mehrere 100.000 Kunden hätte und diese Änderungen nun mal so kurzfristig beschlossen wurde, dass sie nicht in der Lage wären, das umzusetzen. Sie würden die Entlastung dann mit der nächsten Jahresabrechnung verrechnen.

Jetzt frage ich mich zum einen, wie es wohl mit dem Abschlag für Dezember sein wird… der soll ja nicht abgebucht werden laut gestrigem Beschluss des Bundeskabinetts.

Die Beschlüsse der Regierung dienen als Entlastung der Verbraucher. Es kann aber doch nicht sein, dass sich hier ein Energieversorger darüber hinwegsetzt und praktisch einen zinslosen Kredit von seinen Kunden einzieht!

Bei meiner Mama macht es für den Monat Oktober mehr als 100 Euro aus. Bei mehreren 100.000 Kunden kann man sich ja ausrechnen, mit wieviel Geld die dann die nächsten Monate handeln.

Das teilte ich auch dem Mitarbeiter in der Hotline mit. Der wurde richtig frech und patzig. Ich teilte ihm mit, dass wir erwägen, dn nächsten Abschlag dann selbst anzupassen um diese Differenz. Daraufhin sagte er:  Das sollte ich mal schön sein lassen, und ich würde dann ja sehen, was dann passiert und ich würde dann Probleme bekommen…

Bitte informiert eure Leser darüber, dass sie ihre Abrechnungen kontrollieren. Das kann doch nicht sein, dass das so läuft.“

  • Andrea G., Unna (Name und Kontaktdaten sind der Redaktion bekannt)

Auf seiner Website informiert der Dortmunder Energieversorger wie folgt:

Umsatzsteuer und Gasbeschaffungsumlage 

„Wir werden die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Entlastung der Bürger vollumfänglich an unsere Kunden weitergeben. Das beinhaltet die Absenkung der Umsatzsteuer von 19 auf 7 Prozent sowie die Rücknahme der Gasbeschaffungsumlage zum 1. Oktober 2022.

Vor diesem Hintergrund werden wir die Preise aller Tarife neu kalkulieren und die monatlichen Abschlagszahlungen für unsere Kunden entsprechend reduzieren.

Wir setzen die Preissenkungen stichtagsgerecht zum 1. Oktober 2022 um, die systemseitige Anpassung nimmt jedoch etwas Zeit in Anspruch. Daher bitten wir unsere Kunden um Geduld, bis sie alle neuen Preise im System finden und wir sie individuell über ihre neuen Abschlagspläne informieren. Damit es zu keinen doppelten Veränderungen bei den Abschlagsanpassungen kommen, bitten wir unsere Kund*innen zwischenzeitlich auf eigene Anpassungen zu verzichten. Informationen zur Gaspreisbremse veröffentlichen wir wie gewohnt über unsere Kanäle, sobald diese von der Expertenkommission veröffentlicht sind.“

 

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