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Polizisten erschossen angefahrene Katze: Verfahren eingestellt – Sogar Innenministerium war involviert

Polizisten erschossen angefahrene Katze: Verfahren eingestellt – Sogar Innenministerium war involviert

Symbolbild einer schwarzweißen Hauskatze. (Quelle Pixabay)

Wer ein verletztes Tier von seinen Leiden erlösen will, darf auch zu ungewöhnlichen Mitteln greifen.

Ein¬† Fall aus dem Kreis Lippe hatte wochenlang f√ľr Emp√∂rung gesorgt.

Zwei Polizeibeamten wurde ein Versto√ü gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen, nachdem sie am 30. August mit ihrem Streifenwagen eine schwer verletzte Katze √ľberfahren hatten – absichtlich, um das Tier von seinen Leiden zu erl√∂sen.¬†

Jetzt hat die zuständige Staatsanwaltschaft Detmold das Verfahren eingestellt.

Laut Medienberichten begr√ľndete die Beh√∂rde die Einstellung wie folgt:

„Die Beamten hielten die Rettung des Tieres f√ľr unm√∂glich. Sie wollten es m√∂glichst schnell erl√∂sen. Das war keine strafbare Rohheit. Das Handeln der Beamten diente dazu, dem Tier ein l√§ngeres Leiden zu ersparen.‚ÄĚ

Der Fall um „Mimi“, die schwarzwei√üe Hauskatze, hatte zuletzt sogar das Innenministerium NRW besch√§ftigt.¬† Die SPD-Opposition stellte eine offizielle Anfrage an Minister Herbert Reul (CDU): Er solle diese Tier-T√∂tung seiner Beamten aus seiner Sicht bewerten. Wieso seien die Polizisten sicher gewesen, dass die Katze nicht mehr zu retten sei? Und hatten sie sich vor dem √úberfahren des Tieres um die Unterst√ľtzung eines Tierarztes bem√ľht?

Die attackierte Polizeibeh√∂rde hatte sich fr√ľhzeitig schon via Facebook ge√§u√üert:¬† Ein Unbekannter h√§tte die Katze angefahren, die Streife sei zu dem ‚Äěschwerstverletzten‚Äú Tier gerufen worden. Mimi sei ‚Äěaugenscheinlich nicht mehr zu retten‚Äú gewesen. Einen Tierarzt habe man so fr√ľh morgens nicht gefunden: ‚ÄěDie Polizisten entschieden, das Leid der Katze selbst zu beenden.‚Äú¬† Ein Schuss aus der Dienstwaffe sei zu gef√§hrlich gewesen, ‚Äěsodass der Streifenwagen eingesetzt wurde‚Äú.

Mimis Besitzer hatte die Beamten angezeigt.

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