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Tochter (6) mit Küchenmesser getötet: Landgericht spricht Urteil über Mutter

Tochter (6) mit Küchenmesser getötet: Landgericht spricht Urteil über Mutter

Justitia - Symbolbild, Quelle Pixabay

Eine schreckliche Bluttat einer Mutter an ihrem Kind fand heute (30. September) ihren gerichtlichen Abschluss. Die 46-jährige Angeklagte aus Bottrop wurde zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt.

Die Richter am Landgericht Essen sehen es als erwiesen an, dass die Frau versucht hatte,  ihre sechsjährige Tochter in der Badewanne zu ertränken. Als ihr das nicht gelang, tötete sie das Kind mit einem Küchenmesser.

Die Richter sahen den Mord an dem Kind als erwiesen an. Die 46-Jährige habe, so beschreibt es ein Gerichtsreporter,

„… die Arg- und Wehrlosigkeit ihres Kindes, das ihr vertraut habe, ausgenutzt. Damit sei das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt.“

Das Motiv der Bottroperin erfüllte außerdem den Tatbestand „niederer Beweggründe“: In einem vorausgegangenen Sorgerechtsstreit sei dem Vater mehr Zeit mit seiner Tochter zugesprochen worden. Doch die Mutter habe ihr Kind „für sich haben“ wollen.

Im Januar 2022 betäubte sie das Mädchen zuerst mit einem Medikament, versuchte dann, das Kind in der Badewanne zu ertränken.

„Als das nicht funktionierte, schnitt sie der 6-Jährigen drei Mal mit einem Küchenmesser in den Hals. Ihre Tochter verblutete mit ihrem Stofftier im Arm.“

Ein dann folgender Suizidversuch der Mutter scheiterte. Der Vorsitzende Richter sah den Selbsttötungsversuch nicht als bewiesen an, da sie „nur Kratzer“ davongetragen hätte.

Die 46-Jährige hatte die Tat gestanden, jedoch „Erinnerungslücken“ geltend gemacht. Laut einer Gutachterin war die Angeklagte zum Tatzeitpunkt „erheblich vermindert schuldfähig“. Sie habe seit ihrer eigenen Kindheit an Depressionen gelitten – vermutlich auch während der Tat.

Die Verteidigung will das Urteil, das zwei Jahre über das geforderte Strafmaß der Staatsanwaltschaft hinausging, nicht akzeptieren – ebenso wenig wie der Vater, der als Nebenkläger auftrat und seit der Tat nicht mehr arbeiten könne, so sein Anwalt.

„Sein Leben ist zerstört.“

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